Opel-Werk in Antwerpen wird geschlossen

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Das Opel-Werk im belgischen Antwerpen wird geschlossen. Es habe sich kein Investor mit einem tragbaren Geschäftskonzept gefunden, teilte das Unternehmen am Montag in Rüsselsheim mit. Die Astra-Produktion in Antwerpen soll zum Jahresende auslaufen.

Bis Ende 2010 läuft in Antwerpen noch der Opel Astra vom Band.

(Bild: Opel)

Keiner der potenziellen Kandidaten erfülle die Voraussetzungen. In dem Werk in Antwerpen hatten ursprünglich 2500 Beschäftigte gearbeitet, rund die Hälfte davon ist nach einem Sozialplan bereits ausgeschieden. Opel will sich zum Jahresende von dem Standort trennen. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hatte im Januar angekündigt, das Werk in Antwerpen aufgeben zu wollen. Ein Investor war die letzte Hoffnung für die Mitarbeiter gewesen, das Werk noch zu retten.

Opel zeigte sich weiterhin offen für Gespräche: „Auch wenn die aktive Suche nach einem Investor für die Fortführung der Automobilproduktion damit beendet ist, bleibt Opel während dieser Auslaufphase nach wie vor gesprächsbereit, falls von Investoren noch sinnvolle Vorschläge präsentiert werden sollten.“

Opel-Chef Nick Reilly will das Unternehmen mit harten Einschnitten spätestens 2012 wieder profitabel machen. 8000 Stellen sollen gestrichen, die Produktionskapazität radikal eingedampft werden. Die Mitarbeiter in Europa erklärten ihren Verzicht unter anderem auf Teile von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, um ihren Milliardenbeitrag zur Rettung zu leisten. Im ersten Halbjahr 2010 setzte Opel zusammen mit der britischen Schwestermarke Vauxhall mit etwa 536 000 Fahrzeugen 4,5 Prozent weniger ab als 2009. Der Verlust summierte sich auf 637 Millionen Dollar (466 Mio Euro). (dpa) (mfz)