Vorstellung Kia K4 Sportwagon kommt nur als Verbrenner und Mildhybrid
Kia stellt einen konventionellen Kombi hin, der viel Platz bietet, vermutlich gĂĽnstig wird und stets einen Verbrenner eingebaut hat.
Kia
Das Ende des Kombis wurde schon öfter prophezeit, doch bislang gibt es die praktisch nur in Westeuropa stark nachgefragte Form noch immer. Für Kia war deshalb klar, dass es in der Kompaktklasse beim Ceed-Nachfolger K4 wieder einen Kombi geben wird. Der K4 Sportswagon wurde nun vorgestellt, kompakt ist er allerdings eigentlich nicht mehr.
Mildhybrid mit EinbuĂźen
Gegenüber dem Vorgänger legt der K4 Sportswagon um neun Zentimeter auf 4,7 m zu. Sein Radstand misst 2,72 m. Kia verspricht ein üppiges Platzangebot, was auch den Kofferraum betrifft. Der soll bei den Modellen ohne Mildhybridzusatz 604 Liter betragen. In der Limousine ist der Kofferraum in Verbindung mit Hybridantrieb 110 Liter kleiner als in den Modellen mit alleinigem Verbrenner: 438 zu 328 Liter. Sollte das im Kombi ähnlich sein, hätte der als Hybrid also keine 500 Liter mehr zu bieten. Zum Vergleich: Ein VW Golf Variant ist 4,63 m lang und bietet 611 Liter, ein Opel Astra Sports Tourer mit Verbrenner misst 4,64 m und fasst 597 Liter.
(Bild:Â Kia)
Paketpolitik
Drei Ausstattungslinien wird Kia auch im Kombi anbieten. Noch gibt es keine Preisliste, doch der Serienumfang wird sich vermutlich an der Limousine orientieren. Schon das Basismodell bringt unter anderem ein beheizbares Lenkrad, Navigationssystem, Abstandstempomat und Zweizonen-Klimaautomatik mit. Ein paar Extras gibt es nur in Paketen, die sich mitunter untereinander bedingen, oder auch gleich nur fĂĽr die Topversion. Die Limousine ist ab 29.990Â Euro zu haben, der Kombi wird eher weniger als 2000Â Euro Aufpreis kosten.
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Dreizylinder nur mit Basisausstattung
Bei den Motoren fährt Kia eine harte Linie: Weder Diesel noch Plug-in-Hybrid sind vorgesehen, es bleibt zumindest vorerst bei vier Benzinern. Den Einstieg markiert ein Einliter-Dreizylinder mit 85 kW und Sechsgang-Schaltgetriebe. Alle anderen bekommen ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Der Mildhybrid leistet ebenfalls 85 kW und kostet rund 2500 Euro. Angesichts dessen, dass der Verbrauch im WLTP kaum nennenswert sinkt, verbucht der Interessent den Aufpreis am besten als Komfortgewinn durch die Automatik. Beide Dreizylinder sind nur mit der Basisausstattung zu haben.
(Bild:Â Kia)
Der 1,6-Liter-Vierzylinder wird mit 110 und 132Â kW angeboten. Der Preis steigt damit gegenĂĽber dem Mildhybrid nochmals um mindestens 1300Â Euro. Verglichen mit einem VW Golf Variant sind die zu erwartenden Preise gerade unter BerĂĽcksichtigung der umfangreichen Serienausstattung fair kalkuliert. FĂĽr einen anhaltenden Erfolg stellt sich die Frage, wie lange Kunden Verbrenner noch nachfragen. Doch Alternativen hat Kia ja reichlich im Sortiment, nur eben nicht als Kombi.
(mfz)