Mehr Kraft für Triumph Trident und Tiger Sport 660: Die Daytona als Vorbild

Triumph Trident und Tiger Sport 660 werden trotz deutlich mehr Kraft und Detailverbesserungen kaum teurer. Das macht die attraktiven Bikes noch begehrenswerter.

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Triumph Trident 660

Triumph Trident 660

(Bild: Triumph)

Lesezeit: 5 Min.
Von
  • Ingo Gach
Inhaltsverzeichnis

Triumph hat seinen Mittelklasse-Bestseller, die Trident 660, für 2026 überarbeitet und sie mit deutlich mehr Leistung versehen. Die auf der gleichen technischen Plattform basierende Tiger Sport 660 kommt in den Genuss der gleichen Renovierungsmaßnahmen.

Überraschend spendiert Triumph sowohl der Trident 660 als auch der Tiger Sport 660 ganze 14 PS mehr Leistung. Wirklich notwendig war die Maßnahme nicht, denn mit den bisherigen 81 PS waren sowohl das Naked-Bike (Test) als auch das Crossover (Test) schon recht flott unterwegs. Aber das Bessere ist des Guten Feind, schließlich stellt Triumph auch den 765-cm3-Einheitsmotor für die Moto2 und hat einen sportlichen Ruf zu verteidigen. Letztlich geht es darum, sich auf dem Markt gegen die Konkurrenz durchzusetzen, und die ist in der Hubraumklasse von 650 bis 700 cm3 stark besetzt. Die Leistungskur hat also ihre Berechtigung.

Triumphs Entwicklungsabteilung musste sich gar nicht erst auf die Suche nach Tuning-Möglichkeiten machen, denn der vor zwei Jahren präsentierte Sportler Daytona 660 holte von Beginn an 95 PS aus seinem Dreizylindermotor. Für die Mehrleistung setzt Triumph andere Kolben, Kurbelwelle, Ventile und Nockenwellen sowie einen größeren Luftfilter mit einem direkten Ansaugweg ein. Erst damit verfügt der Motor über das für die höhere Leistung nötige Drehvermögen. Für die 81 PS genügten 10.250/min, die 95-PS-Variante erreicht ihre Höchstleistung von 95 PS erst tausend Kurbelwellenumdrehungen später.

Zudem verschob Triumph den roten Bereich gleich um rund 20 Prozent auf 12.650 Touren nach oben. Auch das Drehmoment liegt mit 68 immerhin vier Nm höher als bisher, wenn auch erst bei 8250 statt 6250/min. 80 Prozent des maximalen Drehmoments stehen aber zwischen 3000 und 12.000/min bereit.

Dank einer fast linearen Leistungsentfaltung verspürt der Fahrer stetigen Schub ohne Einbrüche, das können wir mit der Erfahrung aus dem Test der Daytona 660 so bestätigen. Die Übersetzungen des Sechsganggetriebes der Trident 660 und Tiger Sport 660 wurden geändert, auch der Quickshifter soll jetzt noch geschmeidiger schalten.

Triumph Trident 660 (8 Bilder)

Die Triumph Trident 660 ist für 2026 entscheidend überarbeitet worden, unter anderem leistet sie jetzt 95 PS. (Bild:

Triumph

)

Mindestens genauso wichtig für den Fahrer ist das verbesserte Ansprechverhalten des Motors, denn bisher verfügte er in der Trident 660 und Tiger Sport 660 nur über eine Drosselklappe für alle drei Zylinder. Damit legte der Motor wegen der dadurch kurzfristig gestörten Strömung eine Gedenksekunde beim Gasaufdrehen ein.

Die Daytona 660 hat hingegen für jeden der drei Zylinder eine eigene Drosselklappe mit je 44 mm Durchmesser und nimmt so deutlich spontaner Gas an. Dieses Vergnügen werden zukünftig auch das Naked- und Crossover-Bike bereiten. Da die Vorgängerinnen beide mit 196 km/h Höchstgeschwindigkeit angeben waren, dürften die kräftigeren Nachfolgerinnen wohl die 200-km/h-Marke knacken.

Triumph Tiger Sport 660 (7 Bilder)

Auch die Neuerungen der Tiger Sport 660 sind erst auf den zweiten Blick zu erkennen, abgesehen von den neuen Lackfarben. (Bild:

Triumph

)

Doch Triumph beließ es nicht nur bei mehr Leistung, sondern feilte auch an Details. Der Tank der Trident 660 behält zwar seine 14 Liter Inhalt, ist aber jetzt vorn breiter und mit deutlicheren Ausbuchtungen für einen besseren Knieschluss versehen. Das Tankcover erhielt ebenso wie die Seitenabdeckungen eine neue Form. Die Sitzbank ist zweigeteilt, mit einer konturierten Fläche für den Fahrer.

Der Rahmen wurde leicht überarbeitet. Im Heck versieht nun ein Feder-Dämpferbein von Showa seinen Dienst, das in Vorspannung und Zugstufe einstellbar ist. Es bleibt aber bei 130 mm Federweg. Außerdem bekommt die Trident einen überarbeiteten Rundscheinwerfer mit neuem Scheinwerfergehäuse. Ihre Grundfarbe ist immer Schwarz, lediglich die Tankabdeckung wird in einer der drei Farben Gelb, Grau oder Weiß lackiert.

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Auch für die Tiger Sport 660 betreibt Triumph 2026 viel Aufwand, denn sie erhält einen größeren Tank. Sein Volumen steigt von 17,2 auf 18,6 Liter. Bisher erreicht die Tiger Sport 660 ansehnliche 351 km Reichweite, wie viel die überarbeitete Generation schafft, muss ein Test zeigen. Die seitlichen Kühlerverkleidungen wuchsen in der Größe und sollen den Beinen des Fahrers jetzt besseren Wetterschutz gewähren. Die Tiger Sport 660 gibt es in den drei Farben Weiß, Blau/Gelb und Silber/Orange.

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Der Verkauf der Trident 660 startet ab März in Deutschland bei 8695 Euro, die Tiger Sport 660 zur gleichen Zeit bei 9895 Euro. Damit hebt Triumph die Preise nur moderat um 400 Euro an, nicht schlecht für 14 PS mehr. Zudem gewährt Triumph die gewohnten vier Jahre Herstellergarantie. In Anbetracht der guten Serienausstattung – beide verfügen unter anderem über Kurven-ABS, Quickshifter, zwei Fahrmodi, Tempomat und Smartphone-Konnektivität – sind es verlockende Angebote, geeignet, der Konkurrenz Sorgenfalten auf die Stirn zu treiben.