Im Seat Ibiza 1.2 TSI auf Sparkurs

Später als seine Konzern-Geschwister erhält nun auch der Ibiza den Downsizing-Benziner mit 105 PS, der mit einem Liter Benzin auf 100 km weniger als sein gleich starker Vorgänger auskommen soll

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Von
  • Matthias Nauman
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Barcelona (Spanien), 12. November 2010 – Der 105 PS starke 1.2 TSI mit Benzin-Direkteinspritzung und Turbolader ist bereits seit längerem im VW Polo und seit einigen Monaten auch im Skoda Fabia verfügbar. Nun darf sich auch Seat aus dem Volkswagen-Konzernregal bedienen und den Polo-Verwandten Ibiza damit bestücken. Wir haben uns die deutsch-spanische Co-Produktion genauer angesehen.

Der 1.2 TSI ist einer der jüngsten Vertreter der Downsizing-Motoren des VW-Konzerns. Dank Kraftstoff-Direkteinspritzung und Aufladung stehen die Motoren bei Leistung und Drehmoment gleich gut oder gar besser da als weniger aufwendig konstruierte Maschinen mit größeren Hubraum und versprechen diesen gegenüber zugleich Verbrauchsvorteile. Beim neuen Ibiza ist die Operation zumindest auf dem Papier geglückt: Mit 105 PS bleibt die Leistung im Vergleich zum 1,6 Liter großen Vorgänger ohne Aufladung unverändert. Der Normverbrauch konnte hingegen um einen auf nun 5,3 Liter reduziert werden. Analog sank der CO2-Ausstoß von 149 auf 124 Gramm je Kilometer (Werksangaben).

Im Seat Ibiza 1.2 TSI auf Sparkurs (17 Bilder)

Der Seat Ibiza ist jetzt mit dem 105 PS starken 1.2 TSI zu haben.

Soviel zur Theorie. Aber wie fühlt sich der Ibiza 1.2 TSI im Alltag an? Um es kurz zu machen: ziemlich gut. Der Vierzylinder treibt den Kleinwagen spritzig und zügig voran. Ob im Niedrigtourbereich oder bei höherer Drehzahl, immer stehen ausreichende Kraftreserven zur Verfügung. Ein Blick in die Datenblätter untermauert den Unterschied zum Vorgänger: Der alte 1,6-Liter-Benziner bietet maximal 153 Nm Drehmoment, die ab 3800 Touren zur Verfügung stehen. Der neue 1.2 TSI stemmt dagegen bis zu 175 Nm auf die Kurbelwelle – und zwar über einen breiten Bereich zwischen 1550 und 4100 Umdrehungen.