Silberpfeile als Zeitmaschinen
Es war ein sicherlich aufwendig, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Audi präsentiert in seinem Zeitsprung-Kalender 2011 alte Silberpfeile, die auf historischen Strecken fotografiert wurden
- rhi
Ingolstadt, 9. Dezember 2010 – "Zeitsprung – Die Auto Union Silberpfeile auf den historischen Rennstrecken" ist das Werk überschrieben, das alle Beteiligten fast ein Jahr lang durch Europa führte. Die Idee: Die Auto-Union-Silberpfeile zurück auf Rennpisten mit großer Geschichte zu bringen und dort an Original-Schauplätzen aus den 1930er Jahren fotografieren. Das Ergebnis: Neun Rennstrecken, sechs Silberpfeile, 13 atemberaubende Aufnahmen und drei Superstars, die zu Protagonisten des Projekts wurden: die ehemaligen Formel-1-Piloten und Le-Mans-Sieger Jacky Ickx und Hans-Joachim Stuck sowie Pink-Floyd-Drummer Nick Mason.
Suche nach Originalstrecken
Geboren wurde die Idee beim Historischen Grand Prix in Bern 2009. Dort, wo der Große Preis der Schweiz im Bremgarten der eidgenössischen Hauptstadt seine Heimat hatte, ließen sich noch Spuren und Zeitzeugen aus den 1930er Jahren finden. Bernd Rosemeyers schnellste Runde mit einem Durchschnittswert von über 160 km/h auf dem brandgefährlichen Stadtkurs mit Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen steht dort für die Ewigkeit. Warum sollten nicht auch anderswo ähnliche Überraschungen warten. Originale Abschnitte auf den Rennstrecken aus den 1930er-Jahren sollten trotz der vielen Umbauten in den vergangenen 70 Jahren zu finden sein. Genau dort zu fotografieren, wo die Auto-Union-Silberpfeile ihre Triumphe feierten und Niederlagen erlitten, war von nun an das erklärte Ziel. Und zwar mit hohem künstlerischen Anspruch und bei maximaler Authentizität.
Silberpfeile als Zeitmaschinen (15 Bilder)

Das Titelbild des Zeitsprung-Kalenders von Audi entstand auf dem Kurs im französischen Reims.
Neun Rennstrecken beteiligt
Nach intensiver Recherche standen neun Rennstrecken auf dem Plan: NĂĽrburgring (Deutschland), Monte Carlo (Monaco), Reims (Frankreich), Monza (Italien), Donington Park (England), Bern (Schweiz), Spa-Francorchamps (Belgien), Zandvoort (Niederlande) und der Klausenpass in der Schweiz, wo 1934 letztmalig zum Bergrennen gebeten wurde. Die Rennstreckenbesitzer lieĂźen sich von der Idee begeistern und stellten die aktuellen und ehemaligen Grand-Prix-Pisten fĂĽr die Fotoshootings zur VerfĂĽgung. Auf das Projekt angesprochen, waren die ehemaligen Formel-1-Piloten Jacky Ickx und Hans-Joachim Stuck bereit, sich als Fotomodelle zur VerfĂĽgung zu stellen. Jacky Ickx wurde beim Historischen Grand Prix in Monte Carlo, wo der Belgier heute lebt, fotografiert.