Elektroauto-Studie EDAG Light Car Sharing

Dass Autohersteller Car-Sharing-Modelle entwickeln, ist nicht neu. Erstaunlich ist dagegen, wenn ein Dienstleister wie EDAG gleich eine Fahrzeugstudie für den Car-Sharing-Einsatz vorstellt

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Von
  • Martin Schou
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Genf, 8. März 2011 – Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon wurden einige Fachjournalisten gefragt, was für sie die wichtigsten Themen waren. Dass der Umgang mit dem Thema Elektromobilität sachlicher geworden ist, sagte einer von ihnen, dass die Lust an schönen Autos wieder unverkrampfter gezeigt wird, ein anderer. Ein dritter Kollege merkte an, dass es beim Infotainment im Auto endlich gelinge, die unterschiedlichen Entwicklungszeiten von Elektronik und klassischer Fahrzeugtechnik unter ein Hut zu bringen. Schließlich sei der Leichtbau ein ganz großer Trend, was durch mehrere Kooperationen der Autobauer mit Werkstoffspezialisten bestätigt wird.

Und dann gab es noch einen heimlichen Trend – heimlich deswegen, weil er sich auf einer bunten Show der Attraktionen nicht besonders gut verkaufen lässt: Autos, die eben nicht zum Kaufen da sind, sondern zum Mieten. Diese Idee bedeutet im Kern einen Abschied vom heißgeliebten eigenen Auto, ein Mietwagen taugt nicht als Statussymbol. Doch längst sind die Automobilhersteller dabei, Leihprojekte in die Praxis umzusetzen, um sich genau auf ein solches Szenario vorzubereiten, bestes Beispiel ist vielleicht Car2Go von Smart. Vor allem für Elektroautos mit ihren teuren Batterien bieten sich die Miet-Modelle an, weil sich die hohen Kosten durch lange Betriebszeiten auf viele Kunden umlegen lassen.

Elektroauto-Studie EDAG Light Car Sharing (7 Bilder)

Das Auto leuchtet grün, wenn es frei ist, rot, wenn es geladen wird und weiß, wenn es reserviert ist.

Der Fuldaer Entwicklungsdienstleister EDAG brachte dieses Thema mit der Studie "EDAG Light Car Sharing" auf den Punkt – ein Elektroauto, das "immer dann Mobilität bietet, wenn sie benötigt wird, das öffentlich zugänglich und selbst erklärend zu bedienen ist und "über die Einbindung von Internetdiensten intelligent in die Benutzung anderer Verkehrsmittel eingebunden wird". "Car Sharing" spricht für sich, das "Light" steht für die Außenbeleuchtung des Autos, die ziemlich ungewöhnlich ist: Über farbige Lichtbalken und Textprojektionen zeigt das Auto seinen Status an, ähnlich wie Wecker, die die Uhrzeit an die Decke projizieren. Wenn das Auto zum Beispiel gerade geladen wird, leuchtet es rot und der Begriff "Charging" wird auf den Boden projiziert. Durch die Farbe Grün und "Rent Me" zeigt das Auto an, dass es zu haben ist, Weiß und "Reserved" signalisiert dagegen, dass es vergeben ist.