Ford erforscht die Car-2-X-Kommunikation
Die Car-to-X-Kommunikation wenig voran. Ein Grund dafür besteht in fehlenden gemeinsamen Standards. Hersteller wie Ford suchen in Eigenregie und in Projekten wie simTD oder Drive C2X nach Lösungen
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Köln, 18. März 2011 – Aktiver Spurwechselassistent, Müdigkeitsassistent und Nachtsichtassistent: Heutige Autos werden mit immer mehr elektronischen Helfern aufgerüstet. Langsamer geht die Entwicklung im Bereich Car-to-Car und Car-to-X-Kommunikation voran – also der Kommunikation von Autos untereinander und mit der Infrastruktur. Ein Grund besteht darin, dass es schwierig ist, sämtliche Autos und die Infrastruktur auf einem gemeinsamen technischen Stand zu halten. Dennoch bemühen sich Forschung und Industrie um eine Weiterentwicklung – auch Ford.
Automatische Warnung vor Rotlichtfahrern
Ford erprobt das Konzept an einer "intelligenten" Straßenkreuzung am Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dearborn bei Detroit (USA). Die Ampeln an dieser Kreuzung kommunizieren mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen, um diese rechtzeitig vor möglichen Gefahren zu warnen – zum Beispiel, wenn ein Verkehrsteilnehmer das Rotlicht ignoriert und weiterfahren will. Eine Elektronik erfasst den aktuellen Ampelstand und gleicht ihn mit den GPS-Daten sowie weiteren digitalen Informationen der Fahrzeuge ab. Erkennt der elektronische Kreuzungsassistent, dass sofortiges Anhalten erforderlich ist, und bremst der Fahrer trotzdem nicht oder nicht stark genug, warnt das System mit optischen und akustischen Signalen.
Ford erforscht die Car-2-X-Kommunikation (3 Bilder)

Ampeln, die mit Autos kommunizieren: Ford erforscht die "intelligente" StraĂźenkreuzung.
Forschungsprojekt simTD
In Europa beteiligt sich das europäische Ford-Forschungszentrum in Aachen gemeinsam mit Audi, BMW, Daimler, Opel, VW, Bosch und Continental, diversen Instituten und staatlichen Organisationen am Forschungsprojekt "Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland" (simTD). Dieser noch bis Ende 2012 laufende Großversuch mit 400 Fahrzeugen konzentriert sich auf den Ballungsraum Frankfurt am Main. simTD soll die Alltagstauglichkeit von drahtlosen Kommunikationssystemen zwischen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur im realen Straßengeschehen testen.