Fahreindrücke im Suzuki Kizashi 4x4

Der Suzuki Kizashi ist in der Mittelklasse ein Exot. Es gibt ihn nur mit einem 2,4-Liter-Benziner, entweder als Frontriebler oder als Allradler in Verbindung mit einem CVT-Getriebe. Diesen haben wir gefahren

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Von
  • Henry Dinger
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Haar, 28. April 2011 – Der Suzuki Kizashi ist in der Mittelklasse noch ein Exot. Erst seit Herbst 2010 ist der Viertürer auf deutschen Straßen zu sehen. Es gibt ihn nur mit einem 2,4-Liter-Benziner, entweder mit Handschaltung und Frontantrieb für 26.900 Euro, oder als Allradler in Verbindung mit einem CVT-Getriebe. Vor allem der Preis des 4x4 klingt interessant: 29.900 Euro kostet der Wagen. Damit steht er weit vor der Konkurrenz: Ein Audi A4 2.0 TFSI quattro S tronic mit 211 PS startet beispielsweise bei 39.450 Euro.

Markante Schürzen vorn und hinten, ein Spoiler auf dem Heckdeckel und zwei mächtige Auspuff-Enden sollen dem Kizashi eine sportliche Optik einhauchen. Leider geht die bullige Form des Hecks zu Lasten der Funktionalität: Der Kofferraum wird von den Radkästen geschmälert, auch die Ladeöffnung ist knapp geschnitten. Dafür ist die Ausstattung um so üppiger: Nicht nur das bequeme Ledergestühl ist ab Werk montiert, unter anderem sind auch das Glasdach, die Memory-Funktion für den Fahrersitz und die Zweizonen-Klimaautomatik im Preis enthalten.

Fahreindrücke im Suzuki Kizashi 4x4 (24 Bilder)

Suzuki Kizashi: bisher ein seltener Anblick auf unseren Straßen

Der 178 PS starke Benziner ist kein Flüsteraggregat und klingt besonders nach dem Kaltstart rau. Dafür tut die stufenlose Automatik ihre Pflicht unauffällig, allerdings werden Vollgas-Sprints CVT-typisch mit dem gleichbleibenden Ton des auf Hochtouren laufenden Motors quittiert, während der Wagen erst nach und nach Fahrt aufnimmt und scheinbar dem Geräuschniveau hinterherhinkt. Wer seine Sport-Ambitionen zähmt, bekommt aber einen guten Cruiser. Diesen Eindruck unterstreichen die komfortable Federung und die indirekte Lenkung. 4x4-Antrieb zuschaltbar

Ein großer Pluspunkt ist der 4x4-Antrieb, den wir per Tastendruck aktivieren können. Suzuki hat sich wie viele Hersteller für eine relativ einfache Lösung mit zuschaltbarer elektromagnetischer Lamellenkupplung an der Hinterachse entschieden. In den meisten Fahrsituationen ist der Kizashi ein Fronttriebler, nur bei Schlupf schließt die Kupplung bis hin zu einem starren Durchtrieb mit 50:50-Verteilung. Das funktioniert in der Praxis gut und erhöht die Traktion auf nassen oder rutschigen Straßen deutlich.