Alfa Romeo TZ3 Stradale
Seit Jahrzehnten steht Zagato für besonders sehenswerte Alfa-Kreationen. Jetzt kommt ein neues Werk aus italienischer Feder: der Alfa TZ3 Stradale. Unter der Hülle steckt US-Technik
- rhi
Mailand (Italien), 2. Mai 2011 – 6C 2500 Panoramica, Giulia TZ oder S.Z.: Nicht nur bei Fans von Alfa Romeo sind das wohlklingende Namen. Ihre Optik verantwortete der Karosserieschneider Zagato. Nun rollt die italienische Firma ein weiteres Highlight an den Start: den TZ3 Stradale.
Präsent mit viel PS
Basis für den TZ3 Stradale ist der TZ3 Corsa. Das markante Coupé schuf die Firma Zagato anlässlich des 100. Geburtstags von Alfa Romeo im Jahr 2010. Für Furore sorgte der TZ3 Corsa auf dem Concorso d'Eleganza im italienischen Villa d'Este, wo er einen Preis für den schönsten Prototypen gewann. Die "zivile" Weiterentwicklung der Studie ist nun der TZ3 Stradale, was sich am Namen erkennen lässt. Der "Corsa", italienisch für "Rennkurs", ist ein Einzelstück für abgesperrte Rundstrecken, während der "Stradale" (was übersetzt der Vorsilbe "Straßen..." entspricht) auch im öffentlichen Verkehr bewegt werden kann. Ob es allerdings dazu kommt, ist fraglich, denn vom TZ3 Stradale baut Zagato nur neun Exemplare.
Alfa Romeo TZ3 Stradale (20 Bilder)

Traumpaar: Alfa Romeo TZ3 Stradale (links) und TZ3 Corsa
Die Kraft der Schlange
Während sich beim TZ3 Corsa die aus Aluminium bestehende Karosserie über einen Rohrrahmen und ein Chassis aus Kohlefaser spannt, wurde der Stradale-Aufbau etwas vereinfacht. Hier wird eine Kohlefaser-Karosserie auf die Plattform und Mechanik der Dodge Viper ACR gesetzt. Das ist zwar nicht ganz stilecht, aber dafür bringt der Zehnzylinder 600 PS Leistung. Das maximale Drehmoment beträgt 760 Nm bei 5000 Umdrehungen. Nicht zu unrecht spricht Zagato vom ersten "amerikanischen Alfa".
Seltene Schönheit
Insgesamt wird es von Zagatos TZ3-Reihe nur zehn Exemplare geben. Der erste TZ3 Stradale ging an den US-Sammler Eric King. Nummer zwei und drei haben Liebhaber in Japan und Europa geordert. Zu den Preisen äußert sich Zagato nicht, in Fachkreisen wird von einem Betrag von rund 500.000 Euro gemunkelt. (imp)