eRuf: Sportwagen mit Elektroantrieb wird getestet

Im Oktober 2008 wurde der eRuf Roadster, ein umgebauter Porsche 911 mit Elektroantrieb, vorgestellt. Jetzt soll der weiterentwickelte Sportwagen getestet werden. Läuft alles nach Plan, könnte bald eine Kleinserie folgen

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Von
  • Martin Schou
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Pfaffenhausen, 3. Mai 2011 – Im Oktober 2008 wurde der eRuf Roadster, ein umgebauter Porsche 911 mit Elektroantrieb, erstmals vorgestellt. Jetzt soll der weiterentwickelte Sportwagen im Alltag getestet werden. Läuft alles nach Plan, könnte bald eine Kleinserie folgen.

Ab Juli bis Oktober 2011 sind zehn eRuf-Fahrzeuge – fünf Coupés und fünf Roadster – unterwegs. Getestet werden die Elektro-Sportwagen vor allem von den Zulieferern der Bauteile, um eventuelle Schwachstellen ausfindig zu machen. Einer der wichtigsten Partner für dieses Projekt ist Siemens, von dem unter anderem der Elektromotor stammt. Der Akku besteht aus 12 Zellen je Modul, 16 Module sind insgesamt eingebaut. Die Module bezieht Ruf von der Firma Sensor Technik Wiedemann. Das Gerüst des eRuf bildet zwar ein Porsche 911 der aktuellen Baureihe, mit dem schwäbischen Sportwagenhersteller kooperiert Ruf aber nicht.

eRuf: Sportwagen mit Elektroantrieb wird getestet (5 Bilder)

Der Porsche-Tuner Ruf startet einen Feldversuch mit zehn Elektro-Sportwagen.

Drei verschiedene Elektroantriebe werden von Ruf getestet: Drei der zehn Fahrzeuge sind mit einem Elektromotor ausgestattet, der 180 kW und ein maximales Drehmoment von 520 Nm leistet. Dieser eRuf soll in sieben Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. Mit einem Leergewicht von 1750 Kilogramm ist er rund 200 Kilogramm schwerer als ein serienmäßiger Porsche 911.

Eine weitere Variante ist ein Elektroantrieb mit zwei gekoppelten Motoren, die zusammen 250 kW leisten und ein maximales Drehmoment von 480 Nm bieten. Bei sechs "eRufs" wird die Kraft mit Hilfe eines automatisierten Zweigang-Schaltgetriebes auf die Hinterräder übertragen. Einer der Elektro-Sportwagen ist mit zwei getrennt arbeiteten Motoren ausgerüstet, wodurch ein Torque-Vectoring ermöglicht wird. Das linke und das rechte Hinterrad können dadurch unabhängig voneinander angetrieben werden. Der Sprint auf 100 km/h soll mit dem Doppelmotor nur fünf Sekunden dauern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Antriebskonzept zwischen 180 und 220 km/h.