ADAC: E10-Test mit nicht freigegebenem Motor

Der ADAC hat einen Opel Signum 2.2 Direct über 16.000 Kilometer mit E10-Kraftstoff gefahren. Der von Opel ausdrücklich als E10-untauglich ausgewiesene Direkteinspritzer hat das bislang ohne negative Folgen überstanden

vorlesen Druckansicht 31 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

München, 10. Juni 2011 – Der ADAC hat einen Opel Signum 2.2 Direct über 16.000 Kilometer mit E10-Kraftstoff gefahren. Der von Opel ausdrücklich als E10-untauglich ausgewiesene Direkteinspritzer hat das bislang ohne negative Folgen überstanden.

Eine Inspektion des Kraftstoffsystems ergab keinen Hinweis auf die befürchtete Ethanolkorrosion. Trotz des Zwischenresultats dieser Langzeituntersuchung bleibt Opel bei seiner Empfehlung im Falle einer Betankung mit E10: Laut Hersteller muss das Fahrzeug abgeschleppt und der ungeeignete Kraftstoff sofort und vollständig aus dem Tank entfernt werden. Zudem soll eine Opel-Werkstatt die Hochdruckkraftstoffpumpe und andere Teile des Motorsystems überprüfen.

ADAC: E10-Test mit nicht freigegebenem Motor (1 Bilder)

16.000 Kilometer hat der Opel Signum inzwischen mit E10-Kraftstoff zurückgelegt.

(Bild: ADAC)

Geht es nach dem ADAC, sollten die Fahrzeughersteller ihre Empfehlungen bei Fehlbetankungen mit E10, die häufig in einem aufwendigen und kostspieligen Werkstattaufenthalt münden, überprüfen. Im Gegensatz zu Opel sehen Ford und Mercedes Benz kein Problem bei einer einmaligen E10-Betankung ihrer Modelle, die nicht für E10 freigegeben sind. Sie raten in diesem Fall aber dazu möglichst bald ethanolarmen Kraftstoff nachzutanken. (dpa) (mfz)