Spannungszustand: das neue BMW 6er Coupé
Die großen Coupés von BMW haben schon immer den Reiz des Besonderen gehabt. Die Reihe der Zweitürer bekommt im Oktober 2011 eleganten Zuwachs. Wir sind schon den 320 PS starken 640i gefahren
- Henry Dinger
München, 1. Juli 2011 – Schon die Cabrio-Variante der 6er-Baureihe, die im März 2011 auf den Markt kam, weckte die Vorfreude auf das Coupé. Zurecht: Vor allem die Heckpartie, die beim Vorgänger manchmal kritisiert wurde, ist deutlich eleganter geworden. Die Leuchten sind nun weit in den Kofferraumdeckel gezogen, das Kennzeichenfeld bekam eine größere Fläche. Der Feinschliff trägt dazu bei, dass der Heckdeckel nicht mehr aufgesetzt wirkt. Unter ihm ist Raum für 460 Liter Gepäck. Woraus das bestehen könnte, gibt BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger zu verstehen: "Da ist Platz für drei große Golfbags". Wir haben den eleganten Münchner als 320 PS starken 640i gefahren.
Neue LED-Scheinwerfer
Auch die Frontpartie hat viel Neues zu bieten: Hier sitzt nicht nur die breiteste Niere aller BMW-Modelle, sondern es erhellen erstmals auch LED-Scheinwerfer die Nacht. Das 2200 Euro teure System bietet nicht nur ein adaptives Kurvenlicht, sondern birgt auch das Tagfahrlicht und die Blinker in sich. Wer den Aufpreis scheut, bekommt ab Werk Xenonscheinwerfer.
Spannungszustand: das neue BMW 6er Coupé (38 Bilder)

Schöner Fahren: Das neue BMW 6er Coupé ist schnittig geworden.
Auf Wunsch gibt's feines Leder
Wir fühlen uns im Coupé sofort wohl. Der Testwagen ist mit nahezu allem eingerichtet, was die Zubehörliste zu bieten hat. Komfortsitze vorn bieten ein Sitzgefühl erster Klasse, das Gestühl ist vielfältig verstellbar. Die 2200 Euro teuren Ledersessel sind bequem, bieten mehr guten Seitenhalt und vermitteln das Gefühl bester Langstreckentauglichkeit. Feines Leder findet sich auch an Armaturentafel und Türverkleidungen. Dort gibt es sogar noch die Möglichkeit, mit einer Kontrastnaht zusätzliche Akzente zu setzen. Wie bereits beim Vorgänger bietet allerdings der Fond nur wenig Raum für Erwachsene, die Kopffreiheit ist arg beschränkt. Die Kniefreiheit ist nach wie vor nicht üppig, aber der um sieben Zentimeter gewachsene Radstand bringt etwas mehr Luft.
Soundsystem von Bang&Olufsen
Über Platzprobleme können wir vorn überhaupt nicht klagen, wir sitzen entspannt am Steuer und lassen den Blick über das Cockpit schweifen. Wie von BMW gewöhnt, zeigen vier Rundinstrumente die Fahrzeugwerte an, ein großer Monitor in der Mitte der Armaturentafel ist für alle weiteren Informationen zuständig. Ein optionales Headup-Display projiziert wichtige Fahrdaten direkt in unser Blickfeld. Für feine Klänge sorgt ein Bang&Olufsen-Surround-Soundsystem mit 16 Lautsprechern. Allerdings ist der Musikgenuss nicht ganz billig: 4950 Euro kostet die 1200-Watt-Anlage.