BMW-M-Festival: Autokorso auf der Nordschleife
Wir sind im 340 PS starken BMW 1er M Coupé unterwegs. Es geht von München zum Nürburgring. Dort warten der M3 CRT und der neue M5 auf uns – sowie eine Schar von M-Enthusiasten, um eine gemeinsame Runde über die Nordschleife zu drehen
- Gregor Hebermehl
Nürburgring, 8. Juli 2011 – Wir sind im BMW 1er M Coupé unterwegs. Es geht von München in die Eifel, aber wir sind keineswegs traurig darüber, dass wir bis zum Ziel über 600 Kilometer mit dem kernigen Kompakten zurücklegen können. Dort warten mehree Premieren und eine ganze Schar von M-BMW-Enthusiasten auf uns, die eine gemeinsame Runde auf der Nordschleife drehen wollen.
Kerniger Kompaktwagen
Das 1er M Coupé ist nichts anderes als geballte Kraft, die über ein Fahrwerk aus dem M3 auf die Straße kommt. Der seit Mai erhältliche, 4,38 Meter lange Wagen ist mit 340 PS unterwegs, sein maximales Drehmoment liegt bei 450 Nm. Beim kurzzeitigen Boosten sind sogar 500 Nm drin – mehr als ausreichend für einen 1,5-Tonnen-Flitzer. In 4,9 Sekunden kommt der kleine Bayer auf Tempo 100, maximal sind laut Datenblatt 250 km/h drin – unser Wagen schaffte allerdings mindestens 10 km/h mehr. Auf der Autobahn nimmt es das 1er M Coupé also locker mit großen Business-Limousinen auf. Besonders, wenn es orangefarben lackiert ist, wird es im Rückspiegel auch ernst genommen. Im schwarzen Kleid geht es bei vielen als "normales" 1er Coupé durch. 9,6 Liter pro 100 Kilometer soll der Power-1er im Schnitt laut Hersteller konsumieren. Bei ungezügelter Autobahn-Fahrt kommt locker das Doppelte zusammen. Ein Start-Stopp-System gibt es gar nicht erst, aber darum geht es bei dem Terrier im Lammpelz auch nicht. Maximale Performance bei Erhaltung der Alltagstauglichkeit ist hier das oberste Gebot.
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Auf dem Weg von München zum Nürburgring: zwei BMW 1er M Coupés ganz vorne
Giert nach Kurven
Das Fahrwerk des 1er M Coupé lädt zum Kurvenräubern ein: Es vermittelt dem Fahrer schnell das Gefühl, eins mit dem Wagen zu sein. Das ESP lassen wir bei der zumeist feuchten Strecke tunlichst an – ab und zu leuchtet die ESP-Leuchte und signalisiert uns so einen Bremseingriff – schließlich ist unser Performance-1er mit Hinterradantrieb unterwegs. Zum Stehen kommt der flotte Kompakte mir den gut dosierbaren und bei Bedarf mächtig zupackenden Bremsen.