Volvo entwickelt drei Range-Extender-Konzepte
Opel Ampera und Chevrolet Volt werden wohl nicht lange die einzigen Range-Extender-Autos bleiben. Volvo hat sich drei Modelle ausgedacht, die teils auf dem C30 electric und teils auf dem V60 basieren
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Köln/Göteborg, 12. Juli 2011 – Die meisten Elektroautos sind auf bestenfalls 150 Kilometer Reichweite ausgelegt, darüber hinaus würden die Batterien zu teuer. Weiter kommen Range-Extender-Fahrzeuge wie etwa der Opel Ampera – Sie sind zwar technisch gesehen serielle Hybride, hinsichtlich der Anwendung hat aber Opel schon recht, sie als Elektroauto mit Reichweitenverlängerer zu bezeichnen. Auch Volvo forscht in diese Richtung und präsentiert nun drei verschiedene Konzepte. Laut Volvo steigt die Reichweite auf 1000 Kilometer und mehr – bei CO2-Emissionen unter 50 g/km. Dass Volvo auf ein Trio von Konzepten setzt, zeigt recht deutlich: Range Extender sind eine fast beliebig skalierbare Zwischenlösung aus Elektroautos und konventioneller Hybridtechnik.
Konzept 1: C30 mit seriellem Range Extender
Beim ersten Konzept erhält der C30 Electric einen seriell angekoppelten Verbrennungsmotor. Neben dem 82 Kilowatt (111 PS) starken Elektromotor für den Antrieb der Vorderräder hat dieses Auto einen Dreizylinder-Benziner mit 60 PS, der aber nicht unter der Motorhaube, sondern hinten unter dem Gepäckraumboden installiert ist. Der Sprit kommt aus einem 40-Liter-Tank. Die vom Verbrennungsmotor zur Verfügung gestellte Energie wird per Generator in Strom gewandelt und vorrangig für den Antrieb des E-Motors genutzt. Außerdem kann so die Batterie aufgeladen werden. Durch den Range Extender steigt die Reichweite um bis zu 1000 Kilometer – zusätzlich zu den 110 Kilometern, die durch die Batterie erzielt werden.
Volvo entwickelt drei Range-Extender-Konzepte (9 Bilder)

Zwei der Range-Extender-Konzepte von Volvo basieren auf dem Konzeptfahrzeug C30 electric.
Konzept 2: C30 mit parallelem Range Extender
Bei der zweiten Lösung erhält der C30 Electric zusätzlich zu seinem Elektromotor einen Dreizylinder-Turbobenziner mit 190 PS und ein Sechsgang-Automatikgetriebe. Motor und Getriebe finden wiederum unter dem Gepäckraumboden Platz. Hinzu kommt wieder ein 40-Liter-Tank. Der Unterschied zu Konzept 1 ist die parallele Anordnung: Der Elektromotor treibt wie beim Konzept 1 die Vorderräder an. Parallel dazu können aber auch die Hinterräder angetrieben werden – dafür sorgt der Benzinmotor. Insgesamt werden drei Modi unterschieden. Im Standardmodus treibt der Elektromotor die Vorderräder an. Ist die Batterie leer, springt der Verbrennungsmotor an und treibt über die Automatik direkt die Hinterräder an. Aber auch wenn die Batterie noch nicht leer ist, kann er genutzt werden, um mit einem kleinen Generator Strom für die Batterie zu liefern. Im City-Modus lädt der Verbrennungsmotor die Batterie auf, während der Antrieb nur über den Elektromotor erfolgt. Im Sportmodus schließlich arbeiten beide Motoren zusammen, wodurch sich ein Allradantrieb ergibt und die maximale Leistung abgerufen werden kann. Dank der Gesamtleistung von mehr als 300 PS ist eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als sechs Sekunden möglich. Die Reichweite wird ebenfalls um mehr als 1000 Kilometer erhöht – zusätzlich zu den 75 Kilometern Batterie-Reichweite.