Clever und Smart: Das Smart eBike geht in Serie
Dass Smart ein Pedelec auf den Markt bringen würde, war bereits klar. Jetzt konkretisieren sich die Pläne: Das eBike kommt 2012 auf den Markt, zu Preisen ab knapp 2900 Euro
- Gregor Hebermehl
- Gernot Goppelt
Stuttgart, 16. August 2011 – Dass Smart unter die Pedelec-Anbieter geht. ist seit einigen Monaten bekannt, jetzt verkündet es Daimler noch einmal offiziell und frisch bebildert. Das eBike ist zu Preisen ab knapp 2900 Euro zu haben. fällt somit nicht einmal übermäßig viel teurer aus als etablierte Angebote der Fahrradspezialisten. Die Marke Smart wird damit fast schon zu einem Vollsortimenter der Elektromobilität, nur ein Roller fehlt jetzt noch, doch auch darüber denkt man bekanntlich nach.
100 Kilometer Reichweite
Das Smart-eBike ist kein auf Elektroantrieb umgerüstetes Fahrrad, sondern es wurde von vornherein als Pedelec konzipiert – die Batterie und der Motor sind gezielt in die Konstruktion integriert. Der Antrieb ist ein wartungsfreier, bürstenloser Hinterrad-Nabenmotor und stammt von der Firma BionX. Die Kraft des Fahrers wandert nicht über eine Kette, sondern über einen Riemenantrieb nach hinten. Für den Gangwechsel steht eine Dreigang-Nabenschaltung zur Verfügung – das klingt knapp bemessen, ist aber dank der elektrischen Unterstützung wohl völlig ausreichend.
Clever und Smart: Das Smart eBike geht in Serie (5 Bilder)

"Es ist nicht nur ein wunderschönes Fahrrad, mit dem man in der Stadt alle Blicke auf sich ziehen wird, es ist auch super praktisch und kinderleicht zu bedienen", so Smart-Chefin Annette Winkler
Vier Kraftstufen
Der Elektromotor des eBike leistet maximal 250 Watt, das entspricht 0,34 PS. Wie viel Leistung wirklich für den Vortrieb gebraucht wird, kann der Fahrer am Lenkrad per Knopfdruck über vier Stufen einstellen. Die stärkste Stufe sorgt für größtmöglichen Vortrieb, die niedrigste erlaubt im Idealfall eine Reichweite bis zu 100 Kilometer. Seine Energie speichert das eBike in einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von etwas über 0,4 kWh. Untergebracht ist der Energiespeicher in einer Kunststoffverkleidung am Unterrohr im Rahmendreieck. Geladen wird die Batterie an einer 230-Volt-Haushaltssteckdose. Dafür kann der Akku entweder im Fahrrad verbleiben, oder er wird ohne Bike einfach mit in die Wohnung genommen. Erfreulich: Wie bei Hybridautos gibt es eine Rekuperation, die Schubphasen zum Laden des Akkus nutzt. Vorne und hinten sorgen MT4-Scheibenbremsen von Magura für Verzögerung. Beim Bremsen wird die Stromzufuhr zum Motor unterbrochen und dessen Vortrieb gestoppt. Dann wird das Triebwerk zum Generator umgepolt und wertvolle Energie wandert zurück in die Batterie.
USB-Anschluss
Serienmäßig wird das Smart eBike mit einem USB-Anschluss ausgerüstet. Mithilfe einer mobilen Halterung lassen sich so verschiedene mobile Endgeräte anschließen und laden. Zudem ist eine iPhone-App in Planung, die den Fahrer über den Ladezustand der Batterie und die Reichweite des Bikes informiert. Außerdem entwirft Smart gerade verschiedene Taschen, die sich maßgeschneidert am eBike befestigen lassen. Das Frontlicht und die Heckbeleuchtung werden komplett in LED-Technik ausgeführt.