Absatz: Audi überholt Mercedes

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Von
  • ssu

Erstmals wird Audi in diesem Jahr weltweit mehr Autos verkaufen als Mercedes. "An diesem Fakt ist nicht mehr zu rütteln", sagte Unternehmenschef Rupert Stadler dem Handelsblatt. In den ersten elf Monaten des Jahres setzten die Ingolstädter 1,19 Millionen Autos ab – Mercedes kam hingegen auf 1,14 Millionen Fahrzeuge.

Auch bei der Profitabilität hat Audi die Nase vorn. Mit einer Umsatzrendite von mehr als 12 Prozent liegt Audi knapp hinter BMW und weit vor den Stuttgartern, die nur auf 9,4 Prozent kommen. "Wir wollen schließlich nicht nur Stückzahlen machen", sagte Stadler.

Die Baureihe W 126 erinnert an Zeiten, in denen Mercedes das Premiumsegment international dominierte. Dieses Modell der S-Klasse wurde von 1979 bis 1991 gebaut.

(Bild: Daimler AG)

Jahrzehntelang war Mercedes die unumstrittene Nummer eins unter Deutschlands Premiumherstellern. Doch seit der Jahrtausendwende hat sich das Bild dramatisch gewandelt. Das durchschnittliche Wachstum betrug bei Audi in der vergangenen Dekade jährlich 6,4 Prozent, errechneten die Experten der Credit Suisse in einer aktuellen Studie. BMW hingegen legte nur um 4,7 Prozent zu, Mercedes um 1,5 Prozent. Mit Maßnahmen wie dem Einstellen des glücklosen Luxusmodells Maybach will Daimler-Chef Zetsche verlorenes Terrain zurückerobern.

Grund für den Höhenflug der Ingolstädter ist vor allem Audis Dominanz in China. In der Volksrepublik steigerte Audi allein im November den Absatz um 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt hat Audi auf dem weltweit größten Wachstumsmarkt dieses Jahr 283.600 Fahrzeuge abgesetzt. Beim Rivalen Mercedes sind es 170.112 Autos. "Grundsätzlich werden wir 2012 weiteres Wachstum sehen, vor allem in den asiatischen Märkten, den USA und Südamerika", sagte Stadler voraus. "Der Markt in Westeuropa wird dagegen eher stagnieren oder sogar leicht schrumpfen." (dpa-afx) (ssu)