PSA Peugeot Citroën denkt über Allianz nach
- ssu
Der größte französische Autobauer PSA Peugeot Citroën steckt tief in der Krise. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern 3,55 Millionen Fahrzeuge und damit rund 53.000 oder 1,5 Prozent weniger als 2010. Konkurrenten wie Renault oder Europas Nummer eins, Volkswagen, hatten hingegen in den vergangenen Tagen Rekordabsätze verkündet.
Als Grund für die schlechten Zahlen nannte PSA die Schwäche auf dem rückläufigen europäischen Heimatmarkt. Der Marktanteil sei dort um 0,9 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent zurückgegangen, teilte das Unternehmen am heutigen Donnerstag in Paris mit. Ein Plus von 10,8 Prozent bei den Verkaufszahlen außerhalb Europas konnte die negative Entwicklung in Europa nicht kompensieren.
PSA: Interessante Konzepte wie der Dieselhybrid, aber kein Erfolg im europäischen Volumengeschäft (Bild: Peugeot HR1: SUV-Studie mit HYbrid4-Antrieb)
Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wird jetzt offen über neue Kooperationen nachgedacht. "Wir sind bereit […], aber es muss der richtige Partner gefunden werden", sagte der neue Markenchef Frédéric Saint-Geours.Italienische Medien hatten zuvor eine Allianz zwischen PSA Peugeot Citroën und Fiat ins Spiel gebracht. Das Gerücht wurde allerdings weder von italienischer noch von französischer Seite bestätigt.
Vor dem Hintergrund der Absatzschwierigkeiten hatte PSA bereits im vergangenen Herbst ein neues Sparprogramm angekündigt, das rund 6000 Jobs kosten könnte. Bereits 2012 sollen 800 Millionen Euro eingespart werden. Die Ergebnisprognose für 2011 ist düster. "Wir werden einen erheblichen Verlust verbuchen", sagte im Dezember Konzernchef Philippe Varin. Konkrete Prognosen für 2012 gibt es bis dato nicht. (dpa) (ssu)