Mercedes stellt Safety- und Medical-Car für die Formel 1
Ein Mercedes an Spitze eines Formel-1-Rennens: Was mit den Rennautos noch nicht klappt, ist im Falle eines Unfalls vollkommen normal, denn die Schwaben stellen seit mehr als zehn Jahren in der Königsklasse das Safety Car
- Gregor Hebermehl
Affalterbach, 19. März 2012 – Ein Mercedes an Spitze eines Formel-1-Rennens: Was mit den Rennautos noch nicht klappt, ist im Falle eines Unfalls vollkommen normal, denn die Schwaben stellen seit mehr als zehn Jahren in der Königsklasse das Safety Car. Wir stellen es zusammen mit dem Medical Car vor.
Lauter als das Original
Die Rolle des Safety Cars übernimmt in dieser Saison der Mercedes SLS AMG, der für seinen Formel-1-Einsatz beinahe unmodifiziert bleibt. Zu hören ist der Wagen allerdings besser als je zuvor: Eine speziell für die Formel-1-Fahrten entwickelte Endschalldämpfer-Anlage soll für mehr Sound sorgen. Ob das bei rund 20 folgenden Formel-1-Autos tatsächlich hörbar ist, sei mal dahingestellt.
Mercedes stellt Safety- und Medical-Car für die Formel 1 (15 Bilder)

In der Formel-1-Saison 2012 sorgt wieder der Flügeltürer Mercedes SLS AMG als Safety Car für Ordnung auf der Strecke.
Auf dem hinteren Ende des Dachs sitzt die aerodynamisch angepasste Signalanlage des Safety Cars. Sie wird von einer Karbonkonstruktion gehalten, welche so geformt wurde, dass der bei 120 km/h automatisch ausfahrende Heckflügel weiterhin optimal angeströmt wird. Mit in der Signalanlage zentral angebrachten grünen LEDs macht das Safety Car darauf aufmerksam, dass es sich ins Formel-1-Feld einreiht. Wenn das Safety Car die Führung des Feldes übernommen hat, werden die äußeren orangefarbenen LEDs aktiviert, die den Fahrern ein Überholverbot signalisieren. Allerdings dürfen seit dem Start der Saison 2012 überrundete Fahrzeuge, nach Freigabe durch die Rennleitung, das Safety Car überholen, um bei einem Neustart den um die Spitze kämpfenden Autos und Fahrern nicht im Weg zu sein – eine Regelung, die von Fahrern in den vergangenen Jahren immer wieder gefordert wurde.
Safety Car mit Serienmotor
Der Innenraum des SLS-AMG-Safety-Cars gibt es eine Bedieneinheit für die Signalanlage auf dem Dach, ein Funksystem, zwei Monitore zur Überwachung des Fahrerfeldes mittels außen am Fahrzeug angebrachter Kameras und einen zweiten Innenspiegel, ebenfalls zur Überwachung des Feldes. Außerdem ist das so genannte Marshalling-System an Bord. Dabei zeigen LEDs an, ob an der Strecke gerade gelbe oder grüne Flaggen geschwenkt werden.