Mercedes SL im Gebrauchtwagen-Check

Der Mercedes SL gehört zu den beständigsten Autos. Das betrifft nicht nur die Langzeitqualität, sondern auch die ungewöhnlich langen Modellzyklen des Sport­wagens. In der Pannen­statistik des ADAC fällt der Wagen kaum auf

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Hannover, 1. Juni 2012 – Der Mercedes SL gehört zu den beständigsten Autos auf dem Markt. Damit ist nicht allein die gute Langzeitqualität gemeint, sondern auch die ungewöhnlich langen Modellzyklen des Sportwagens. Seit 1954 auf dem Markt, kam im März erst die sechste Generation in den Handel. In der Pannenstatistik des ADAC fällt der Wagen nur wenig auf: „Wie in dieser Preisklasse zu erwarten, macht der SL seinen Besitzern wenig Ärger“, urteilt der Club über die Zuverlässigkeit des Sportwagens.

Die Geschichte des SL beginnt mit den Siegen des 300 SL Rennsportwagens bei Rennen im Jahr 1952. Der erste 300 SL (W 198 I) mit Straßenzulassung kommt zwei Jahre später als Coupé auf den Markt und gehört für viele bis heute zu den Traumautos schlechthin. Im Frühjahr 1963 debütiert der Baureihe W 113, ein Roadster, der wegen der charakteristischen, nach innen gewölbten Form seines Hardtops bald Pagode genannt wird. Von 1971 bis 1989, also heute unglaubliche 18 Jahre lang, wird die Baureihe 107 hergestellt. Auch dem Nachfolger gönnt Mercedes ein langes Leben: Der R 129 läuft zwischen 1989 und 2001 vom Band und hat bis heute seine Fans, die den Roadster für seine Solidität schätzen. Die Baureihe R 230, der erste SL-Roadster mit Stahlklappdach, erscheint im Sommer 2001, 2006 gab es eine umfangreiche Modellpflege durch. Seit März steht mit der Baureihe R 231 der neue SL bei den Händlern.

Mercedes SL im Gebrauchtwagen-Check (10 Bilder)

Seit März 2012 ist die sechste Generation des SL auf dem Markt. Das Basismodell kostet über 90.000 Euro.

In der Pannenstatistik des Automobilclubs kommt der SL vergleichsweise selten vor, doch ganz ohne Einträge ist natürlich auch er nicht. Der verstärkte Einsatz von Elektronik führte bei den Modellen ab 2001 teilweise zu entladenen Batterien. Beim Modell ab 2006 sind mitunter die Kurbelwellensensoren defekt. Hinzu kommen gelegentliche Probleme mit der vollautomatischen Verdeckmechanik. Rückrufe gab es 1995 wegen Fehlfunktionen der Feststellbremse, 1997 wegen des Bremsassistenten, 1998 wegen der Sensormatte des Beifahrersitzes und zuletzt 2001 wegen des Airbag-Zündgeräts.