Nokia und Motorola arbeiten bei Handy-TV zusammen
Die beiden Hersteller wollen ihre Handys kompatibel halten und damit dem DVB-H-Standard zum Durchbuch verhelfen.
Nokia und Motorola möchten die Verbreitung von Handy-TV und des Standards DVB-H gemeinsam unterstützen. Die beiden Handyhersteller werden ihre fernsehtauglichen Handys und die entsprechenden Dienste kompatibel zueinander gestalten. Das ist Teil einer Kooperationsvereinbarung, die beide Unternehmen heute in Amsterdam bekannt gaben. Danach werden die Endgeräte beider Unternehmen Anwendungen auf dem offenen DVB-IPDC-Standard unterstützen.
Der Markt für Handy-TV böte außergewöhnliche Wachstumschancen und unterschiedliche Gelegenheiten für neue Geschäftsmodelle, teilten die beiden Konkurrenten mit. Die Verfügbarkeit kompatibler Endgeräte sei ein wesentlicher Faktor bei der Erschließung dieses Potenzials. Nokia und Motorola sehen in DVB-H die geeignete Technologie für die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen an mobile Endgeräte. DVB-H böte eine hohe Qualität und schone gleichzeitig die Batterien der Empfangsgeräte, heißt es in einer Mitteilung.
Der noch junge Markt ist hierzulande durch den Wettstreit zweier digitaler Standards geprägt. Das von Serviceprovider Debitel vermarktete Angebot Watcha ist inzwischen in zehn deutschen Städten empfangbar und setzt auf Digital Multimedia Broadcasting (DMB). Der konkurrierende und von Motorola/Nokia offenbar bevorzugte Standard ist allerdings noch nicht über den Status eines Pilotprojektes herausgekommen. Bei der Vergabe der für DVB-H nötigen Frequenzen kommt es zu Verzögerungen. Branchenvertreter kritisieren, dass die Frequenzvergabe Ländersache ist und die Unternehmen mit allen zuständigen Landesmedienanstalten verhandeln müssen. (vbr)