Ford: Neuer Mondeo bekommt Gurtairbags

Die weite Verbreitung von Airbags bedeutet nicht, dass die Hersteller nicht ständig an neuen Ideen tüfteln würden. Im nächsten Mondeo bietet Ford Gurtairbags für die Rücksitze an

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Köln, 12. Juli 2012 – Der urige Lada Niva dürfte einer der wenigen Neuwagen in Deutschland sein, der ohne einen Airbag verkauft wird. Die meisten anderen haben mindestens zwei an Bord, häufig mit der Option auf mehr. Doch die Hersteller sind mit ihren Ideen noch nicht am Ende. Im nächsten Mondeo, der im Frühjahr 2013 in Deutschland auf den Markt kommt, bietet Ford Gurtairbags für die Rücksitze an.

In Flugzeugen ist der Gurtairbag schon seit Jahren etabliert, die Autohersteller hinken hier noch etwas hinterher. Dabei arbeitet Ford schon seit einigen Jahren an Gurtairbags. In Amerika kann man ihn seit 2011 im Ford Explorer bestellen, Lexus stattet den Sportwagen LF-A ebenfalls damit aus. Dort ersetzt er sogar Front- und Seitenairbag. Soweit geht Ford im neuen Mondeo nicht: Hier gibt es die Airbags in den Gurten nur hinten. Die Kombination aus einem konventionellem Gurt und einem integrierten Airbag soll insbesondere Kinder und ältere Menschen vor Verletzungen Kopf- und Nackenbereich schützen.

Ford: Neuer Mondeo bekommt Gurtairbags (3 Bilder)

Die Gurtairbags sollen vor allem älteren Menschen und Kleinkindern nützen.

Bei einem Unfall strömt komprimiertes Gas aus einem Zylinder unterhalb der Rückbank über das Gurtschloss in den Gurt und entfaltet dort innerhalb von etwa 40 Millisekunden das Prallkissen. Anders als bei den üblichen Airbags bleibt das einströmende Gas dabei kalt, weil man auf Pyrotechnik verzichten kann. Durch die größere Auflagefläche verteilt sich die Last auf eine zirka fünfmal größere Fläche, der Körper wird so weicher aufgefangen. Der Druck bleibt auch einige Sekunden länger als in anderen Airbags erhalten, dass schütze Kopf und Nacken der Passagiere noch besser, verspricht Ford. Da der Airbag im Gurt steckt, ist dieser auch etwas dicker gepolstert als ein normaler Gurt, was ihn auch bequemer machen soll. Vielleicht erhöht das ja sogar die Anschnallquote hinten, die immer noch etwas geringer ist als auf den Vordersitzen. (mfz)