So fährt sich der Maximal-Mini

Der Countryman war das bisher einzige Mini-Modell, von dem es bislang keine sportliche Topversion gab. Mit dem 218 PS starken John Cooper Works Countryman wird diese Lücke geschlossen – wir haben ihn gefahren

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Neue Sportversion: der Mini John Cooper Works Countryman
Lesezeit: 5 Min.
Von
  • Matthias Nauman
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Frankfurt/Main, 10. September 2012 – Sportliches Outfit, dynamisches Fahrwerk und eine Extraportion Leistung: Mit diesen Zutaten kann man aus jedem Fahrzeug eine Sportversion zimmern. Die Frage ist immer, wie sinnvoll das ist und wie gut es gelingt. Ob man von einem SUV wie dem Mini Countryman ein sportliches Topmodell braucht, mag diskussionswürdig erscheinen. Spaß macht der John Cooper Works Countryman allemal.

Der Countryman war das einzige Modell im Programm der bayerisch-britischen Lifestylemarke, von dem es bislang keine sportliche Topversion gab. Nun wird diese Lücke geschlossen. Herzstück des John Cooper Works (JCW) Countryman ist ein neu entwickelter Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum. Wie fast alle neuen Ottomotoren aus dem Hause BMW nutzt auch er einen Twin-Scroll-Turbolader, eine Benzindirekteinspritzung und eine variable Ventilsteuerung. Mit 218 PS ist der jüngste JCW-Spross künftig der stärkste Serien-Mini überhaupt. Auch alle anderen John-Cooper-Works-Modelle erhalten ab November 2012 das neue Aggregat, allerdings leicht modifiziert und mit 211 PS wie bisher auch.

Der John Cooper Works Countryman bringt rund 300 Kilogramm mehr auf die Waage als die Sportversion des Mini-Schrägheckmodells. Ganz so spritzig und agil wie seine Geschwister ist das SUV deshalb nicht unterwegs. Fahrspaß wird dennoch geboten. Der Countryman beschleunigt zügig und vor allem sehr gleichmäßig. Das maximale Drehmoment von 280 Nm liegt über ein breites Drehzahlband zwischen 1900 und 5000/min an. Kurzzeitig stehen mittels Overboost-Funktion sogar 300 Nm zur Verfügung. Die sportlichen Fahrleistungen drücken sich auch in nackten Zahlen aus: 7,0 Sekunden vergehen für den Spurt von null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 225 km/h.

Dank des serienmäßigen Allradantriebs wird die Leistung problemlos auf den Asphalt gebracht – die frontgetriebenen John-Cooper-Works-Modelle zeigen hier ab und an Traktionsprobleme. Das Allradsystem ALL4 verteilt die Antriebskräfte mithilfe eines elektromagnetisch arbeitenden Mitteldifferenzials stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. In normalen Fahrsituationen schickt das Allradsystem maximal 50 Prozent, unter extremen Bedingungen sogar bis zu 100 Prozent der Antriebskräfte an die Hinterräder. Standardmäßig besitzt der John Cooper Works Countryman ein knackiges und präzise arbeitendes Sechsgang-Schaltgetriebe. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 7,4 Liter auf 100 Kilometer an. Alternativ kann eine Sechsgang-Automatik geordert werden, dann gönnt sich das Auto einen halben Liter Sprit mehr.