Produktionsteilung

Mit dem Produktionsstart des Boxster im Volkswagen-Werk Osnabrück knüpft Porsche an alte Traditionen an. Porsche und Karmann arbeiteten im selben Werk von den 50er bis in die 90er Jahre zusammen

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Stuttgart/Osnabrück, 19. September 2012 – Mit dem heutigen Produktionsstart des Boxster im Volkswagen-Werk Osnabrück kehrt Porsche an eine traditionsreiche Produktionsstätte zurück. Porsche und Karmann, dessen Werk Volkswagen nach der Insolvenz übernommen hat, arbeiteten von den 1950er bis in die 1990er-Jahre bei vielen Modellen zusammen.

Die Arbeitsteilung wurde nötig, weil die Kapazitäten des Porsche-Stammwerks in Stuttgart-Zuffenhausen nicht mehr ausreichen. Dort werden der neue Porsche 911 und der neue Boxster gleichzeitig auf einem Fließband gebaut. Für den neuen Boxster liefert das Karosseriewerk der Volkswagen Osnabrück GmbH von Anfang an den Hinterwagen sowie die Seitenteile.

Produktionsteilung (13 Bilder)

das ehemalige Karmannwerk mit Karman-Ghia-Modellen

Bild: Volkswagen

Porsche stellt sich damit auch auf lange Frist auf, will man doch bis spätestens 2018 mit 200.000 Einheiten fast doppelt so viele Autos absetzen wie 2011. „Wir planen langfristig mit diesem Standort, sonst hätten wir dieses Projekt nicht angefangen“, sagte Porsches Produktions- und Logistikvorstand Wolfgang Leimgruber der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.

Vom Boxster und dessen Coupé-Variante Cayman hatte Porsche 2011 insgesamt 12.207 Einheiten entweder selbst in Stuttgart-Zuffenhausen gebaut oder beim Auftragsfertiger Valmet in Finnland bauen lassen. Die Zusammenarbeit mit den Nordeuropäern endete mit der neuen Boxster-Generation im Januar 2012 und wird durch die Kooperation mit VW in Osnabrück ersetzt.