Opels Mutterkonzern GM verlagert die Brennstoffzellenentwicklung in die USA

GM schließt Opels Brennstoffzellenentwicklung. Der Standort in Mainz-Kastel soll aber erhalten bleiben, rund 40 Mitarbeiter sollen dort künftig Fahrzeugbatterien entwickeln

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GM schließt Opels Brennstoffzentwicklung. Ein Sprecher der Firma sagte der Financial Times Deutschland am Montag: „Die betroffenen 200 Mitarbeiter werden andere Aufgaben in der Fahrzeugentwicklung übernehmen“. Der Standort in Mainz-Kastel soll erhalten bleiben, rund 40 Mitarbeiter sollen dort künftig Fahrzeugbatterien entwickeln. Offenbar zentralisiert man bei GM die Entwicklung des Wasserstoffantriebs: In den USA wird er von New York nach Michigan verlagert.

Der alltagstaugliche Opel HydroGen4 mit 320 Nm und 73 kW.

(Bild: Opel)

Mit ihren Brennstoffzellen-Pkw haben Opel und GM eigenen Angaben zufolge mehr Langstreckenerfahrung als jeder andere Wettbewerber. Letztes Jahr konnte die weltweite Brennstoffzellen-Testflotte von GM 3,22 Millionen gefahrene Kilometer verbuchen. In Deutschland hat ein Opel HydroGen4 seit 2009 als Pannenhilfsfahrzeug für den ADAC eifrig gesammelt.

Seit über 11 Jahren arbeiten GM und Opel an der Kombination von Brennstoffzelle und Wasserstoff. GM hat bislang über 1,5 Milliarden Dollar in die Brennstoffzellentechnologie investiert. Jüngstes Ergebnis der Brennstoffzellen-Entwicklungsarbeit bei Opel und General Motors war der Opel HydroGen4. Seine Brennstoffzellen-Einheit (Stack) besteht aus 440 in Reihe geschalteten Zellen, in denen Energie für den Drehstrom-Synchron-Elektromotor erzeugt wird. Das 73 kW-Aggregat mit 320 Nm Drehmoment ermöglicht eine Beschleunigung von null auf Tempo 100 in rund zwölf Sekunden sowie 160 km/h Spitze. Drei Hochdrucktanks aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff können bis zu 4,2 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen. Damit sind bis zu 320 Kilo­meter Reichweite möglich. (fpi)