Teil-Weise nachhaltig
Das Original Austausch Teile Programm von Volkswagen feiert 65sten. Die Aufbereitung von Motoren, Getrieben und anderen Fahrzeugaggregaten spart eine Menge Kohlendioxid, Luftschadstoffe, Ressourcen und Energie
Wolfsburg, 18. Oktober 2012 – Kohlendioxid, Stickoxide und Schwefeldioxid entstehen nicht nur beim Autofahren, sondern auch beim Autobauen, und das nicht zu knapp: Die Fertigung von Automobilen und ihren Komponenten ist ein immens energieaufwendiger Prozess, bei dem unvermeidlich große Mengen Kohlendioxid und darüber hinaus selbstverständlich auch Schadstoffe entstehen. Dass dabei auch wertvolle und ebenfalls energieintensiv produzierte Rohstoffe verbraucht werden, kommt erschwerend hinzu, ein riesiges Potenzial zur Verringerung der Umweltbelastung also. Allein durch gekonntes „Recycling“ lässt sich hier eine Menge Sparpotenzial erschließen. Neu ist nur das Wort – die Wegwerfgesellschaft, wie wir sie heute kennen, ist ja bekanntermaßen erst ein paar Jahrzehnte alt. Dass wir sie uns nicht leisten können, sehen wir immer deutlicher. Autohersteller sind da natürlich in einer gewissen Zwickmühle. Denn sie sind ja schon durch ihr Geschäftsmodell darauf angewiesen, dass Autos irgendwann ersetzt werden müssen.
Potenzial zur Umweltentlastung
Da ist es nicht nur sympathisch, sondern auch ganz konsequent, wenn ein Hersteller wie Volkswagen wenigstens einen Teil der unter höchstem Energie- und Materialeinsatz produzierten Bestandteile eines Autos, nämlich Motoren, Getriebe, Lenk- und Bremsenteile, nach gründlicher Wiederaufbereitung wiederverwendet. Ganz ohne von irgendeiner Umweltdebatte gezwungen zu sein, entstand bereits in der Nachkriegszeit ein Modell, das nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Unterhaltskosten der Autos aus dem Konzern senken hilft. Im Rahmen des „Original Austausch Teile Programms“ werden nun schon seit 65 Jahren Altteile industriell aufbereitet und dadurch in einen neuwertigen, teils sogar sogar besseren Zustand versetzt. Seit 1947 wurden laut Volkswagen mehr als 7,9 Millionen Motoren und 2,9 Millionen Getriebe als Austausch Teile verkauft.
Teil-Weise nachhaltig (4 Bilder)

Das erste Auto im Programm war selbstverständlich der VW. Der damals natürlich noch nicht "Käfer" hieß.
Durch dieses Programm wurden seither gigantische Mengen an Rohstoffen, Energie und damit Emissionen eingespart. Volkswagen kann dies auch beziffern: Allein durch die Motorenaufbereitung sind bis zum Jahr 2009 nicht weniger als 595.000 Tonnen klimawirksames CO2 eingespart und zudem an Luftschadstoffen 687 Tonnen Stickoxid (NOx) und 594 Tonnen Schwefeldioxid (SO2) weniger freigesetzt worden. Jedes „Austausch Teil", das in einem Audi, Seat, Skoda und Volkswagen Pkw oder Nutzfahrzeug eingesetzt wird, ist also ein Beitrag zum Klimaschutz. Damit einher ging bis 2009 eine Energieeinsparung von nahezu einer Milliarde Kilowattstunden (kWh) Strom. Rund 220.000 Familien (4-Personen-Haushalte) könnten damit ein Jahr lang ihren Energiebedarf decken.