Erlkönig des neuen Alfa Romeo 4C auf geheimer Testfahrt

Das sportliche Image der Marke Alfa Romeo hat in den vergangenen Jahren etwas gelitten. Mit einer Reihe von neuen Modellen wollen die Italiener wieder Boden gutmachen. Den Anfang soll 2013 der 4C machen, der momentan gerade als Erlkönig unterwegs ist

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  • tsc

Haar, 31. Oktober 2012 – Das sportliche Image der Marke Alfa Romeo hat in den vergangenen Jahren etwas gelitten. Viele Fahrzeuge waren zu schwer, die Motoren nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Mit einer Reihe von neuen Modellen wollen die Italiener wieder Boden gutmachen. Den Anfang soll im kommenden Jahr der 4C machen, der momentan gerade als Erlkönig unterwegs ist.

Bereits auf dem Genfer Autosalon 2011 wurde die Studie 4C Concept gezeigt, die dem Design des Serienmodells ziemlich nahe kommen dürfte. Die Studie ist rund vier Meter lang, ihr Radstand beträgt 2,40 Meter. Kurz fallen die Überhänge vorne und hinten aus. Die meisten Teile der Karosserie bestehen aus Karbon. Die hintere Rahmenkonstruktion und die Crashstrukturen sind aus Aluminium gefertigt. So drückt Alfa Romeo das Gewicht auf unter 850 Kilogramm. Die Serienversion wird schon aus Kostengründen deutlich schwerer, denn bei einer kleinen Stückzahl und einem anvisierten Preis von 45.000 Euro fehlt für einen exotischen Materialmix das Budget.

Erlkönig des neuen Alfa Romeo 4C auf geheimer Testfahrt (12 Bilder)

Der Alfa-Romeo 4C kommt Mitte 2013 auf den Markt.

Der 4C Concept ist mit einem 1,8-Liter-Vierzylinderturbo ausgerüstet, der aus den Modellen 159 und Giulietta bekannt ist. 200 PS stehen im Konzept-Auto zur Verfügung. Das Leistungsgewicht des späteren Serienmodells wird mit unter vier Kilogramm je PS angegeben. Dies passt auf den ersten Blick nicht ganz zum angegebenen Gewicht. Alfa Romeo deutete aber an, dass der Direkteinspritzer des Serien-4C wie in der Top-Giulietta eher 235 denn 200 PS leisten wird. Schon für die Studie geben die Italiener lebendige Fahrleistungen an: In unter fünf Sekunden soll es von null auf 100 km/h gehen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt über das automatisierte Getriebe "Alfa TCT" mit Doppelkupplung.

Wie der 4C sollen alle künftigen Modelle von Alfa Romeo Weltautos werden, denn keine Marke könne nur noch Autos für Europa alleine bauen, so Hank Salomons, Chef von Alfa Romeo Deutschland. Der 4C ist nur ein Teil der kommenden Produktoffensive von Alfa Romeo. Ein kleines SUV auf Jeep-Basis und der Spyder, der sich die Technik mit dem kommenden Mazda MX-5 teilen soll, sind fest eingeplant. Außerdem wird 2013 das Topmodell der Giulietta, der 235 PS starke Quadrifoglio Verde, mit einem Doppelkupplungsgetriebe auf den Markt kommen. 2013 wird die Giulia als Nachfolger für den 159 folgen. Im selben Jahr soll außerdem noch die fünftürige Version des Mito starten. (imp)