Für das Opel-Werk Bochum wird es immer enger
Opel hat mitgeteilt, kein weiteres Modell im Werk Bochum bauen zu wollen. Demnach soll in dem Werk nach 2016 kein Modell mehr vom Band laufen. Die Verhandlungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat zu diesem Thema sind noch nicht abgeschlossen
- Gernot Goppelt
(Bild: GM)
Für den Opel-Standort Bochum wird die Luft immer dünner. "Für das Opel-Werk Bochum ist nach dem Auslauf des aktuellen Zafira Tourer – vorbehaltlich weiterer Konsultationen – kein neues Produkt geplant", teilte die Adam Opel AG am Mittwoch in Rüsselsheim mit und bekräftigte damit frühere Pläne. Demnach soll in dem Werk nach 2016 kein Modell mehr vom Band laufen. Die Verhandlungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat zu diesem Thema sind noch nicht abgeschlossen. Opel wolle die Produktionskapazitäten besser an die gesunkene Marktnachfrage anpassen. Die Krise in Europa werde die Nachfrage auch in den kommenden Jahren belasten. Bis 2015 will General Motors in Europa die Gewinnschwelle erreichen.
Die Äußerungen müssen allerdings nicht zwangsläufig das Ende für das Werk Bochum bedeuten. Die geplante Zusammenarbeit mit PSA Peugeot Citroën eröffnet zumindest die Chance, dass Autos der französischen Hersteller auch in Bochum gebaut werden könnten. Klar ist nur, dass es dabei zu heftigen Kämpfen kommen wird, wobei französische Standorte davon profitieren könnten, dass der Staat dort deutlich unterstützungsfreudiger ist als in Deutschland. Der Druck auf die Bochumer Werker ist auf jeden Fall gestiegen. (Mit Material der dpa) (ggo)