Formel 1: Daimler widerspricht Forderungen nach Ausstieg

Daimler widerspricht Forderungen zweier Aktionäre nach einem zügigen Ausstieg aus der Formel 1. „Unser Engagement ist langfristig ausgerichtet. Wir wollen uns nicht aus der Formel 1 zurückziehen", sagte Konzernsprecher Howe

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Der Daimler-Konzern hat Forderungen zweier Investoren nach einem Mercedes-Ausstieg aus der Formel 1 entschieden zurückgewiesen. „Unser Engagement ist langfristig ausgerichtet. Wir wollen uns nicht aus der Formel 1 zurückziehen. Im Gegenteil“, sagte Konzernsprecher Jörg Howe der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

Mercedes tritt seit 2010 mit einem eigenen Team in der Formel 1 an - bislang viel groĂźen Erfolg. In drei Jahren gelang nur ein Sieg.

(Bild: Mercedes)

Zwei Aktionäre plädierten in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung für einen Rückzug des Unternehmens aus dem Grand-Prix-Sport. Die Fondsgesellschaft Union kritisierte vor allem die Erfolglosigkeit. „Mercedes fährt seit Jahren hinterher, ohne Konsequenzen“, erklärte Union-Manager Michael Muders. „Die Formel 1 ist teuer und bringt dem Konzern nichts.“ Henning Gebhardt von der Fondsgesellschaft DWS urteilte: „Formel 1 ist nicht mehr zeitgemäß, es hilft dem Image nicht.“ Der Manager meinte zudem: „Es ist fragwürdig, wenn in Ländern gefahren wird, die etwa wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehen: Wie soll da die Marke strahlen?“

Howe bekräftigte dagegen das Engagement in der Formel 1 und wies auf die jüngsten personellen Veränderungen hin. „Wir sind dabei, mit neuen Leuten – Niki Lauda und Toto Wolff – Mercedes GP wieder nach vorne zu bringen und langfristig erfolgreich zu sein“, sagte er. Im Dezember hatte sich Mercedes von seinem Motorsportchef Norbert Haug nach über 22 Jahren getrennt. Der dreimalige Weltmeister Lauda war schon vor längerer Zeit als eine Art Chefkontrolleur verpflichtet worden. Sein österreichischer Landsmann Wolff ersetzt nun Haug als Gesamtverantwortlicher. Mercedes tritt in dieser Saison mit dem Fahrerduo Nico Rosberg (Wiesbaden) und Lewis Hamilton an. Der britische Weltmeister von 2008 ist Nachfolger von Michael Schumacher. Der siebenmalige Champion hat seine Karriere endgültig beendet. (dpa) (mfz)