Der Diesel-GTI
Der neue VW Golf GTD ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Ansprüche über die Jahre verschieben. Der erste Golf GTD von 1982 sorgte mit seinen 70 PS für dieseluntypische Dynamik. Das aktuelle Modell kommt im Juni in Deutschland auf den Markt und wird 184 PS leisten
München, 21. Februar 2013 – Der neue VW Golf GTD ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Ansprüche über die Jahre verschieben. Der erste Golf GTD kam 1982 auf den Markt und sorgte mit seinen 70 PS und 130 Nm für dieseluntypische Dynamik. Das aktuelle Modell kommt im Juni in Deutschland auf den Markt und wird 184 PS leisten.
Flott und sparsam
Der kräftige Dieselmotor wird seine Premiere schon vor der Auslieferung des Golf GTD haben, denn die Maschine wird vermutlich schon im April in den Seat Leon einziehen. Audi A3 und Skoda Octavia bekommen sie noch im Laufe des Jahres. Der Zweiliter-Vierzylinder ist sehr langhubig ausgelegt, die Verdichtung liegt bei 15,8:1. Die maximale Leistung steht zwischen 3500 und 4000/min bereit, das maximale Drehmoment von 380 Nm zwischen 1750 und 3250/min. Die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 soll so in 7,5 Sekunden gelingen, bei 230 km/h die Spitze erreicht sein.
Der Diesel-GTI (11 Bilder)

Volkswagen präsentiert auf dem Genfer Autosalon 2013 den neuen Golf GTD.
Der GTD-Motor hält die ab dem 1. September 2014 für neu homologierte Fahrzeuge verbindliche Abgasnorm Euro 6 ein. Sie sieht für Dieselmotoren vor allem einen deutlich niedrigeren Grenzwert bei den Stickstoffoxiden vor. Den Verbrauch im NEFZ gibt VW mit 4,2 l/100 km für die Version mit Schaltgetriebe an, wer sich für das Sechsgang-DSG entscheidet, muss mit einem halben Liter mehr rechnen.
Günstige Alternative
Den sportlichen Anspruch des GTD will VW mit allerlei Spoilern außen demonstrieren. Neu sind ebenfalls LED-Rückleuchten inklusive LED-Kennzeichenbeleuchtung, 17-Zoll-Alus und ein verchromtes Doppelendrohr. Im Innenraum bringt der flotte Diesel Sportsitze mit Karomuster, einen schwarzen Dachhimmel, ein Sportlenkrad sowie eine Pedale und Fußablage in Edelstahl mit. Zur Serienausstattung beim GTD gehören Klimaautomatik, das Radio „Composition Touch“ und die Einparkhilfe „Parkpilot“. Für all das verlangt VW mindestens 29.350 Euro, wobei sich auch hier der Preis mit ein paar Extras problemlos um mehrere tausend Euro anheben lässt. Eine interessante Alternative zum Golf GTD kommt auch von Volkswagen: Der Seat Leon FR mit der gleichen Maschine kostet nur 27.110 Euro. Ein Teil des gesparten Geldes könnte man zum Beispiel in die innovativen LED-Scheinwerfer investieren, die es für den Golf momentan noch gar nicht gibt. (mfz)