Audi A3 e-tron in Genf

2014 will Audi einen A3 mit Hybridantrieb auf den Markt bringen. Auf dem kommenden Genfer Autosalon zeigt Audi die Studie A3 e-tron, die dem Serienmodell schon recht nahe kommen soll.

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Eine seriennahe Studie des Audi A3 e-tron steht auf dem Genfer Autosalon 2013.
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Ingolstadt, 25. Februar 2013 – Um reine Elektroautos ist es ruhiger geworden. Wie viele andere Hersteller setzt auch Audi inzwischen auf Hybridantriebe, die keine Reichweitenangst erzeugen und überhaupt im Umgang näher an dem sind, was der Fahrer vom konventionell angetriebenen Auto kennt. Audi hat die Entwicklung von reinen Elektroautos inzwischen sogar komplett eingestellt. 2014 will Audi einen A3 mit Hybridantrieb auf den Markt bringen. Auf dem kommenden Genfer Autosalon zeigt Audi die Studie A3 e-tron, die dem Serienmodell schon recht nahe kommen soll.

Der Plug-in-Hybridantrieb besteht hier aus einem 1.4 TFSI mit 110 kW (150 PS), das ist nicht die Variante dieses Motors mit Zylinderabschaltung, und einem Elektromotor mit 75 kW (102 PS). Zum maximalen Drehmoment steuert der E-Motor 330 Nm, der 1.4 TFSI 250 Nm bei. Die Systemleistung liegt bei 150 kW (204 PS) und 350 Nm. Der Verbrennungsmotor wurde im Detail modifiziert, worin die Veränderungen genau bestehen, will Audi aber erst im Mai verraten. Auch auf Nachfrage von uns blieb man bei Audi recht vage: Vor allem die Schnittstelle zu den weiteren Komponenten des Antriebsstrangs sowie alle Komponenten, die den Start-Stopp-Betrieb betreffen, seien verändert worden.

Audi A3 e-tron in Genf (11 Bilder)

Eine seriennahe Studie des Audi A3 e-tron steht auf dem Genfer Autosalon 2013.

Die maximale Reichweite im E-Modus liegt derzeit bei 50 Kilometern, verspricht Audi. Der Verbrauch im NEFZ wird mit 1,5 l/100 km angegeben, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Messung in diesem Zyklus nach wie vor nicht sehr praxisnah ist. Der A3 e-tron soll drei Modi können: rein elektrisch, boosten, segeln. Der elektrische Modus soll bereits „kraftvolle Beschleunigung“ (O-Ton Audi) erlauben, was uns angesichts der Leistung von 75 kW, trotz des hohen Drehmoments von 330 Nm, doch recht optimistisch scheint. Fordert der Fahrer noch mehr Kraft, greift der Benziner unterstützend ein. Nimmt der Fahrer ab einem bestimmten Tempo den Fuß vom Gas, können die Motoren auch ganz abgekuppelt werden. So kann man die Strecken, in der das Auto einfach rollt, deutlich verlängern. Diese Idee haben Porsche und Mercedes in einigen Modellen schon umgesetzt.

Die Fahrleistungen des A3 e-tron, angesichts der Leistungswerte nicht verwunderlich, sind flotter, als es die meisten Menschen im Alltag brauchen werden. Rein elektrisch sind bis zu 130 km/h möglich, arbeiten beide Maschinen zusammen, soll bis zu Tempo 222 erreichbar sein. 100 km/h sind aus dem Stand nach 7,6 Sekunden erreicht, so Audi. So reizvoll so ein schnelles Auto auch ist: Die Kombination aus einem etwas weniger dynamischen Benziner und dem E-Motor könnte den Fokus noch mehr in Richtung Sparsamkeit lenken – für ein Serienmodell vielleicht nicht die schlechteste Idee. (mfz)