Verwandtschaft aus Amerika
Chevrolet präsentiert mit dem Trax eine auf den ersten Blick günstigere Version des Opel Mokka. Kann er dem im Grunde baugleichen Wettbewerber gefährlich werden? Oder steht er gar selbst im Visier der noch günstigeren Konkurrenz?
Zadar (Kroatien), 10. April 2013 – Chevrolet präsentiert mit dem Trax eine auf den ersten Blick günstigere Version des Opel Mokka. Kann er dem im Grunde baugleichen Wettbewerber gefährlich werden? Oder steht er gar selbst im Visier der noch günstigeren Konkurrenz?
Wohl kaum ein weiterer Sargnagel für Opel
Natürlich könnte man sich den Chevrolet Trax nun als weiteren Sargnagel für Opel denken. Doch ein Blick auf die deutschen Neuzulassungen 2013 hilft bei der Einordnung: Knapp 46.000 verkauften Opel-Modellen im ersten Quartal des Jahres stehen insgesamt rund 5500 Chevrolets (natürlich noch ohne den Trax!) gegenüber. Dass Mokka und Trax eng verwandt sind, ist kein Geheimnis. Beide teilen sich neben vielen Technik-Komponenten den Radstand von 2,55 Meter und laufen gemeinsam in Südkorea vom Band. Trotz eigenständiger Karosserien bleiben die Unterschiede bei den Abmessungen minimal: Mit 4,25 Meter ist der Trax gut drei Zentimeter kürzer als der Mokka, der dafür etwas niedriger ist. Wessen Optik man bevorzugt, bleibt natürlich Geschmackssache. Gegenüber dem gedrungenen Opel wirkt der Chevrolet gestreckter und etwas klarer, eine Folge der durch gerade Kanten betonten Radhäuser.
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Rückenschonend
Aber das ist eine Stilfrage und wichtig sind auch die inneren Werte. Hier hat der Trax einiges zu bieten: Die Heckklappe öffnet angenehm weit nach oben, eine ebene Ladekante schont den Rücken. In den Kofferraum passen zwischen 356 und 1370 Liter Gepäck. Eine feine Sache ist die umklappbare Beifahrerlehne, durch die bis zu 2,30 Meter lange Gegenstände Platz finden, durch das Umklappen der hinteren Sitzflächen entsteht ein komplett flacher Bereich. Leider ist sie nur für die höheren Ausstattungen zu bekommen. Im Fond finden Normalgroße bequem Platz, wenngleich die Beinfreiheit nicht übertrieben üppig ausfällt.
Aufgeräumt
Auch die erste Sitzreihe bietet genügend Raum. Der Einstieg gestaltet sich SUV-typisch bequem, passend zur Zielgruppe, die im Chevrolet-Marketingsprech als "best agers" bezeichnet wird. Sie blicken auf eine Kombination aus klassischem Drehzahlmesser und großen Digitaltacho. Das ist zunächst ungewohnt, aber stets gut ablesbar. Anders als im überfrachteten Mokka präsentiert sich die Trax-Mittelkonsole angenehm aufgeräumt. Mit drei griffigen Drehreglern wird das Klima reguliert, eine Klimaautomatik ist jedoch nicht erhältlich. Zentral darüber liegt je nach Ausstattung das moderne Infotainmentsystem namens "MyLink".