Chinesisches Elektrofahrzeug als erstes auf dem Highway
Das Start-up Coda Automotive will die etablierte Konkurrenz schlagen - mit Fertigung in Fernost und amerikanisch-chinesischer Batterietechnik.
Coda Automotive, ein Start-up aus dem kalifornischen Santa Monica, will die erste Firma sein, die eine für Autobahnfahrten in den USA zugelassene Elektrolimousine anbieten kann. Das familientaugliche Fahrzeug soll eine Reichweite von immerhin 160 Kilometern haben und rund 45.000 Dollar kosten, was inklusive US-Fördergeldern 35.000 Dollar entspricht. Verkaufsstart soll Herbst 2010 sein, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Das Coda-Auto wird vom chinesischen Automobilanbieter Hafei hergestellt. Der fertigt in seiner Heimat rund 200.000 Fahrzeuge im Jahr. Die Elektrolimousine basiert auf einem Auto, das Hafei bereits herstellt, wurde aber so modifiziert, dass ein Elektromotor und Batterien statt eines Benziners fĂĽr den Vortrieb sorgen. Die Batterietechnik ist eine amerikanisch-chinesische Koproduktion und basiert auf Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen.
Kleine wie große Autohersteller entwickeln derzeit eigene Elektrofahrzeuge für den US-Markt. Sie planen, mit Erstverkäufen an Firmen- und Regierungskunden bereits im nächsten Jahr zu beginnen, ab 2011 oder 2012 ist dann der Absatz an Endkunden vorgesehen. Coda will 300 Testfahrzeuge bereits im Sommer 2010 verteilen, diese Periode aber möglichst kurz halten, um schneller zu sein als die Konkurrenz. Bis zu 2700 Fahrzeuge sollen noch im Jahr 2010 ausgeliefert werden. Experten betrachten die Erfolgschancen angesichts des hohen Einstiegspreises allerdings mit gemischten Gefühlen.
Mehr zum Thema in Technology Review online:
(bsc)