Schmutzige Geschäfte mit reinem Herzen
Mercedes-Benz stellt den überarbeiteten Unimog vor, wie er ab September vom Band rollen wird. Das Universal-Motorgerät übernimmt bereits seit 1949 nahezu jede denkbare und noch so undankbare Aufgabe, vom Straßenkehren über den Winterdienst bis hin zum harten Offroadeinsatz
Stuttgart, 24. April 2013 – Mercedes-Benz stellt den überarbeiteten Unimog vor, wie er ab September vom Band rollen wird. Das Universal-Motorgerät übernimmt bereits seit 1949 nahezu jede denkbare und noch so undankbare Aufgabe, vom Straßenkehren über den Winterdienst bis hin zum harten Offroadeinsatz.
Die Dieselmotoren erfüllen bereits Euro 6
Die neuen Motoren erfüllen bereits die kommende Euro-6-Abgasnorm, die Leistungsspanne der drei Vierzylinder mit 5,1 Liter Hubraum und der beiden 7,7 Liter großen Sechszylinder reicht von 156 bis 299 PS. Noch beeindruckender sind die Drehmomentwerte von 650 bis 1200 Nm.
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Mercedes-Benz hat den überarbeiteten Unimog vorgestellt.
Fliegender Wechsel zwischen den Antriebsarten
Als Weltneuheit bringt der Unimog-Geräteträger nun erstmals einen "fliegenden" Wechsel zwischen Hydraulikantrieb und Schaltgetriebe während der Fahrt. Zudem erlaubt der neue Hydrostat im Unimog jetzt Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h durch die Erhöhung der hydrostatischen Leistung um 20 Prozent. Beim per EPS geschalteten Getriebe nimmt der Fahrer durch Betätigen der Kupplung den Wechsel vor, in Verbindung mit der optional erhältlichen automatisierten Schaltung EAS wird der Wechsel vollautomatisch durchgeführt. Der hydrostatische Antrieb erfolgt – wie bei vielen Baumaschinen – per hydraulisch angetriebenem Axialkolben-Hyraulikmotor, den dazu nötigen Druck und Volumenstrom erzeugt eine Pumpe am Verbrennungsmotor. Dadurch kann die Geschwindigkeit stufenlos geregelt werden.
Der Unimog ist nach wie vor in verschiedenen Größen sowohl als Geräteträger, wie auch als hochgeländegängige Ausführung erhältlich. Die so genannte Freisichtkabine zeigt sich in neuem Design, unter anderem sind die Scheibenwischer nun über der großen Frontscheibe angebracht. Bereits in der kürzesten Version mit einem Radstand von 2,80 Meter ist eine neue Arbeitshydraulik an Bord, die in zwei Kreisen mit einem Druck von bis zu 240 bar arbeitet.
Bis zu 30 Grad Achsverschränkung
Beim hochgeländegängigen Unimog wurde das Kurzhauber-Fahrerhaus grundlegend überarbeitet. Der Mittelmotor, ein Vierzylinder-Selbstzünder mit 230 PS, bietet ein maximales Drehmoment von 900 Nm. Das Getriebe hält außer acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgängen optional auch eine Geländegruppe mit Fahrstufen für Offroadeinsätze zwischen 2,5 und 35 km/h bereit. Die Geländewerte, darunter die Achsverschränkung von bis zu 30 Grad, die Steigfähigkeit von 100 Prozent (entspricht einem Winkel von 45 Grad) und die beachtliche Wattiefe von maximal 1,20 Meter lassen auch extreme Einsätze zu.
Über 1000 Möglichkeiten
Insgesamt sprechen die Entwickler davon, dass der neue Unimog über 1000 Geräte- und Anwendungsmöglichkeiten bietet. Ob im Winterdienst, als Zugfahrzeug für Eisenbahnwaggons oder als Traktorersatz, die rollende Legende kommt überall zum Einsatz. (fpi)