Kopfsache
Der Winter war lang, nun gibt es bei vielen Bikern einen gewissen Nachholbedarf, was längere Ausfahrten mit dem Motorrad betrifft. Der ADAC hat nun elf aktuelle Tourensporthelme getestet, die zwischen 95 und 230 Euro kosten
München, 14. Mai 2013 – Der Winter war lang, nun gibt es bei vielen Bikern einen gewissen Nachholbedarf, was längere Ausfahrten mit dem Motorrad betrifft. Der ADAC hat elf aktuelle Tourensporthelme getestet, die zwischen 95 und 230 Euro kosten.
Sicher? Nicht alle!
Untersucht wurden die Helme in vier Kategorien: Unfallschutz, Aerodynamik/Geräusch, Handhabung/Komfort und Sicht/Visier. Gute Exemplare erreichen im wichtigsten Testkriterium, dem Unfallschutz, Noten von 2,5 oder besser. Von den elf überprüften Helmen schafften nur drei ein "Gut" in diesem Kapitel. Das ist eindeutig zu wenig, zumal kein Hersteller ein „Sehr gut“ geschafft hat. Deutliche Schwächen beim Unfallschutz zeigen der ROCC 520 sowie der LS2 FF384 II. Beide Helme schaffen die Grenzwerte für die maximale Beschleunigung bzw. den sogenannten HIC-Wert (Head Injury Criterion), den die ECE-Norm vorsieht, nicht. Der ADAC hat aber noch mehr Kritik: Die aktuelle Norm (ECE – R 22/05), die seit mehr als zehn Jahren gültig ist, müsse dringend angepasst werden, da die Grenzwerte viel zu hoch und nicht mehr zeitgemäß seien, so der Club in seinem Test-Resümee.
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Der ADAC hat elf Motorradhelme untersucht.
Durchblick
Da die Tourensporthelme bei jeder Witterung getragen werden, bieten viele Hersteller Zusatzvisiere oder -scheiben an, die das Beschlagen effektiv verhindern sollen. Das bekommen offenbar inzwischen fast alle Hersteller gut hin, nur der „Römer Ulm“ bietet kein Zusatzvisier an und erhält so nur die Note 4. Die Zusatzvisiere kosten zwischen 20 und 30 Euro, in der Testzusammenfassung sind sie schon mit eingerechnet. Im Test fielen außerdem die vier Helme von Probiker, Held, MTR und Givi dadurch auf, dass ihre Visiere schnell verkratzen. Das ist keineswegs nur ein äußerliches Ärgernis, sondern kann nachts auch zu gefährlicher Blendung führen.