Der neue alte M5

Der M5 bleibt größtenteils, wie er ist. Der aufgeladene V8 war ohnehin grandios, genauso wie das Fahrwerk sehr tauglich war und ist. Für beide gibt es mit dem "Competition Pack" einen kleinen Boost. Die restlichen echten Änderungen finden sich hauptsächlich im Infotainment

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.

München, 22. Mai 2013 – Im Zuge der Überarbeitung aller 5er hat BMW auch den M5 in Details geändert. Im Kern bleibt er derselbe, was vor allem heißt: aufgeladener V8 mit 560 PS und einem breiten Drehmoment-Plateauberg von 1500 bis 5750 U/min. Wem das ob der knapp zwei Tonnen Lebendgewicht nicht langt, kann sich das neue "Competition Pack" dazubestellen. Das boostet den Motor auf 575 PS, härtet das Fahrwerk (stärkere Federn, straffere Dämpfung, härtere Querstabis, 10 mm tiefer) und bringt neue, angepasste Einstellungen für das elektronisch geregelte Hinterachsdifferenzial und die Servolenkung. BMW bietet das Competition Pack auch bei allen Varianten des M6 an.

Die restlichen Änderungen beschränken sich auf Gestaltungsdetails und ein Update der Infotainment-Systeme im Innenraum. So gibt es jetzt auch für den M5 den iDrive-Drehdrücksteller mit Touchpad obendrauf, auf das Gesten und Buchstaben eingegeben werden können. Ein neuer "System Driving Assistent" kombiniert den Spurverlassenswarner mit dem prophylaktischen Auffahrwarnsystem und kann auch selbst mit "mittlerer Verzögerung" bremsen. Die Windschutzscheibenkamera erkennt hierbei Fahrzeuge oder Fußgänger nebst deren Abstand, warnt und bremst schließlich. Auch das für den Gegenverkehr automatisch blendfreie Dauer-Fernlicht ist jetzt dabei.

Der neue alte M5 (8 Bilder)

Leicht mit dem Gestaltungspinsel drüber, Infotainment auf den neuesten Stand gebracht, fertig: neuer M5.

Aufgebohrt hat BMW auch einige Netzfunktionen des Connected Drive. So gibt es jetzt direkten Zugriff des Autosystems auf eine 12 Millionen Titel große Musikbibliothek – ohne den umständlichen Umweg über das iPhone, und das Navi kennt jetzt "Concierge Services" (man kann einen Reiseberater von BMW anrufen), die Autofernsteuerung über das Smartphone sowie Echtzeit-Verkehrsinformationen von BMW, die diese vielleicht kritischen Momente aktueller sind als die über TMC.

Der leicht abgestaubte M5 kostet 103.500 Euro, dass Competition Paket noch einmal 8800 Euro. Die für den Rennstreckenbetrieb empfehlenswerten CMC-Bremsen stellt BMW ebenfalls 8800 Euro in Rechnung. Die für diese Bremsen nötigen Alu-Schmiedefelgen in 20 Zoll kosten mindestens 2750 Euro. Das Connected Drive gibt es inklusive Navi ab 3300 Euro, die einzelnen Software-Modulen dazu kosten von 100 Euro (Web-Zugriff) bis 390 Euro (Musikbibliothek). (cgl)