Bericht: Siemens verhandelt mit The Gores Group ĂĽber Sparten-Verkauf
Der Konzern will Siemens Enterprise Communications nach den schlechten Erfahrungen mit der Pleite der ehemaligen Handysparte BenQ Mobile zuerst in Eigenregie sanieren und dann verkaufen.
Siemens verhandelt vorrangig mit dem US-Investor The Gores Group über die zum Verkauf gestellte Telefonanlagen-Sparte Siemens Enterprise Communications (SEN): "Im Moment ist man mit Gores am weitesten", zitiert die Financial Times Deutschland aus Finanzkreisen. Dagegen lägen die Gespräche mit der New Yorker Beteiligungsgesellschaft Cerberus derzeit auf Eis.
Siemens habe sich nicht näher äußern wollen, schreibt die Zeitung. Man sei in weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit mehreren Interessenten, habe ein Siemens-Sprecher lediglich frühere Aussagen wiederholt. Monatelang hatte Cerberus als Favorit auf Käuferseite gegolten. Unzählige Termine zur Vertragsunterzeichnung habe Cerberus aber durch immer neue Forderungen platzen lassen. "Das sind abgezockte Jungs. Die nutzen aus, dass sich Siemens von dem Geschäft unbedingt trennen will." Siemens hatte bereits mitgeteilt, dass durch den Verkauf von SEN ein "erheblicher Verlust" erwartet wird. SEN schreibt seit Jahren rote Zahlen.
Siemens will das Geschäft nach den schlechten Erfahrungen mit der Pleite der ehemaligen Handysparte BenQ Mobile zuerst in Eigenregie sanieren und dann verkaufen. Insgesamt stehen bei SEN 6800 der 17.500 Stellen auf dem Spiel.
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(dpa) / (jk)