Folgeerscheinung
Ausgerechnet BMW stellte kürzlich einen serienreifen Sportwagen mit E-Motor vor. Auf der IAA will Audi nun mit einer Studie kontern, die an den legendären Sport quattro der 1980er-Jahre erinnern soll. Doch von einem Serienmodell ist Audi weit entfernt
- rhi
Ingolstadt, 20. August 2013 – Das muss ein schwerer Schlag gewesen sein: Ausgerechnet Konkurrent BMW, mit dem sich Audi seit Jahren ein Rennen um die Vorherrschaft im Bereich Premium-Sportler liefert, stellt einen serienreifen Sportwagen mit E-Motor vor. Auf der IAA (12. bis 22. September 2013) will Audi nun mit einer Studie kontern, die an den legendären Sport quattro der 1980er-Jahre erinnern soll. Doch von einem Serienmodell ist Audi weit entfernt.
80er-Anleihen
Wie vor fast 30 Jahren soll die Neuauflage in ähnlich kleiner Auflage als Prestigeobjekt für die Marke Audi dienen. Schon optisch unterscheidet sich die Studie klar vom aktuellen R8. Die Form der eckigen Karosserie verweist insbesondere mit der geneigten C-Säule auf die 1980er-Jahre. Das gilt auch für den Namen, in dem die Bezeichnung „Sport quattro“ auftauchen wird. Mit einer Länge von rund 4,60 Meter ist das Konzeptfahrzeug ähnlich lang wie ein BMW i8.
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Typisch Studie: Auf ersten Skizzen macht sich Audis Sportler ziemlich breit.
Erst 2016 auf dem Markt?
Technisch soll ein Plug-in-Hybrid die Brücke zu den erfolgreichen Le-Mans-Rennern der Marke schlagen. Als wahrscheinlich gilt die Verwendung des 560 PS starken Achtzylinders, der unter anderem im RS 6 und RS 7 für Vortrieb sorgt. Hinzu kommen ein Allradantrieb und als modisches Accessoire ein Elektromotor mit zirka 125 kW. Insgesamt 1000 Nm Drehmoment liegen auf dem Niveau der Mercedes-AMG-Modelle mit V12. Für einen ersten Vergleich muss man jedoch noch einige Geduld aufbringen, denn erst 2016 geht die Kleinserie des neuen Sport quattro an den Start.
In den Jahren 1984 und 1985 entstanden gerade einmal 220 Exemplare des 4,16 Meter langen Sport quattro als Grundlage für den Einsatz im Rallyesport. Fast 200.000 Mark kostete eines der Coupés damals, doch gefragt war nicht nur Geld, sondern auch Fahrkönnen: 306 PS trafen auf lediglich 2,22 Meter Radstand.
(imp)