Der München-Mini

Die Neuauflage des Mini ist gewissermaßen eine Revolution: bisher technisch eigenständig, wird er ab 2014 eine Karosserievariante auf BMWs Frontantriebsplattform "UKL", wie auch der kommende 1er und der Active Tourer

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  • rhi
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München, 19. November 2013 – Die kommende Neuauflage des Mini ist gewissermaßen eine Revolution: bisher technisch eigenständig, wird er ab 2014 eine Karosserievariante auf BMWs Frontantriebsplattform "UKL", wie auch der kommende 1er und der Active Tourer.

Die Karosserie des Mini wird knapp zehn Zentimeter länger und misst nun 3,82 Meter, beim Cooper S sind es 3,85 Meter. Die Breite wächst um rund vier Zentimeter, während die Höhe praktisch gleich bleibt. Der Radstand wurde auf 2,49 Meter vergrößert, die Spurweite legt auf 1,50 Meter zu. Der Neue bleibt erkennbar ein Mini, die breitere Spur, die buckligere Haube und die nach oben versetzten Scheinwerfer aber lassen ihn massiver wirken. Der Grill wird einteilig, am Heck wird man sich an weiter gewachsene Rückleuchten gewöhnen müssen.

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Die Vordersitze sollen mit erweitertem Verstellbereich und einer 23 Millimeter längere Sitzfläche mehr Komfort bieten. Der Kofferraum wächst um 51 auf künftig 211 Liter, optional wird ein variabler Ladeboden zu haben sein. Auffallendste Änderung im Cockpit: Das bratpfannengroße Zentralinstrument bleibt zwar erhalten, enthält aber nur noch ein TFT-Display beziehungsweise optional ein bis zu 8,8 Zoll großes Farbdisplay für Klimatisierung, Navigation und Entertainment. Der bislang äußerst schlecht ablesbare Tacho wandert auf die Lenksäule. Tempo, Drehzahl und Tankinhalt werden auf übereinander gelagerten Rundinstrumenten angezeigt, ähnlich wie in früheren Modellen des Porsche 911. Ebenfalls neu: Der bislang übliche Schlüsseleinschub fällt weg. Sobald sich der Schlüssel im Innenraum befindet, wird der Motor per dickem roten Kippschalter in der Mittelkonsole gestartet. Noch eine praktische Neuerung: Die Tasten der elektrischen Fensterheber befinden sich endlich in den Türen.

Zum Start im Frühjahr 2014 stehen zunächst drei Motoren bereit: Im Mini Cooper arbeitet ein Benzindirekteinspritzer mit Turbo aus der neuen BMW-Dreizylinderfamilie mit 1,5 Liter Hubraum und 136 PS. Ab 1250 Umdrehungen stehen hier mit Overboost 230 Nm maximales Drehmoment bereit, in 7,9 Sekunden geht es auf Tempo 100. Maximal sind 210 km/h drin, der NEFZ-Verbrauch liegt je nach Getriebe zwischen 4,5 und 4,8 Liter je 100 Kilometer. Weil bei den neuen BMW-Benzinern pro Zylinder 500 Kubikzentimeter zusammenkommen, holt der Vierzylinder-Turbo im Cooper S seine 192 PS aus zwei Liter Hubraum. Seine weiteren Eckdaten: 300 Nm ab 1250 Touren, 6,8 Sekunden auf 100, 235 km/h Spitze und 5,7 Liter Verbrauch mit Handschaltung. Der Selbstzünder mit 1,5-Liter Hubraum leistet 116 PS und bietet 270 Nm ab 1750 Umdrehungen. In 9,2 Sekunden beschleunigt er auf 100 km/h, bei 205 km/h endet der Vortrieb. Sein Verbrauch liegt zwischen 3,5 und 3,8 Liter, das entspricht 92 bis 99 Gramm CO2.