Der erste Porsche

Als erster Porsche gilt der Lohner-Porsche von 1900 mit Hybridantrieb und Allradantrieb. Doch ist sein einfacherer Vorgänger ist das erste unter Porsche-Beteiligung entwickelte Auto. Der „Egger-Lohner-Elektromobil C.2 Phaeton“ kommt nun ins Werksmuseum

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Stuttgart, 28. Januar 2014 – Als erster Porsche gilt gemeinhin der Lohner-Porsche von 1900 mit Hybridantrieb und Allradantrieb. Weithin unbekannt, aber natürlich sehr logisch, dass so ein hoch entwickeltes Hightech-Vehikel einen einfacheren Vorgänger gehabt haben muss. Tatsächlich ist das erste unter Porsche-Beteiligung entwickelte Auto das „Egger-Lohner-Elektromobil C.2 Phaeton“. 116 Jahre nach seiner Vorstellung und lange verschollen geglaubt kehrt es nun zu Porsche ins Museum zurück.

Ferdinand Porsche ist im Jahr 1893 mit 18 Jahren als Praktikant in die „Vereinigte Elektrizitäts-AG Egger“ in Wien eingestiegen. Seine Begabung brachte ihn schnell als Konstrukteur in die Versuchsabteilung. Ende Juni 1898 bestand der mit der Wagenfabrik Lohner gebaute P1 seine erste Versuchsfahrt, und rollte als eines der ersten zugelassenen Kraftfahrzeuge Österreichs durch Wien. Ein gutes Jahr später gewannt er mit drei Passagieren und 18 Minuten Vorsprung ein 40 Kilometer langes Rennen für Elektromobile auf dem Vorläufer der IAA, der Internationalen Motorwagen-Ausstellung in Berlin. Um die Jahrhundertwende galten Elektroautos noch nicht als Exoten. Sauberer und leichter zu bedienen als die Benzinkutschen waren sie beliebt als Taxen und Lieferwagen im Stadtgebiet.

Der erste Porsche (8 Bilder)

Der Torso des von Ferdinand Porsche im Jahr 1898 konstruierten P1 wird im Museum mit Plexiglas ergänzt, um den damaligen Aufbau anzudeuten.

Der Egger-Lohner C.2 Phaeton gilt als erstes Auto der Firmengeschichte, weil Porsche für den Antrieb verantwortlich zeichnete. Man kann das auch wörtlich nehmen, denn selbstbewusst ließ er das Kürzel P1 (für „Porsche Nummer 1“) in alle wichtigen Bauteile einschlagen.