SAP und Oracle weiter uneinig im Fall TomorrowNow

Im Rechtsstreit um Spionagevorwürfe gegen die US-amerikanische SAP-Tochtergesellschaft TomorrowNow haben die beiden Kontrahenten Schlichtungsgespräche am gestrigen Montag ohne Ergebnis abgebrochen.

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Im Rechtsstreit um Spionagevorwürfe gegen die amerikanische SAP-Tochtergesellschaft TomorrowNow haben die beiden Kontrahenten Schlichtungsgespräche am gestrigen Montag ohne Ergebnis abgebrochen. Das Treffen habe beim zuständigen US-Gericht in San Francisco "hinter verschlossenen Türen" stattgefunden, teilten SAP und Oracle mit, ohne jedoch nähere Details zu den Verhandlungen preiszugeben.

Unstrittig in dem Verfahren ist der Vorwurf, TomorrowNow habe unberechtigt auf Oracle-Datenbanken von Kunden zugegriffen. SAPs Versuche im August vergangenen Jahres, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, scheiterten jedoch. Der zuständige US-Richter Martin Jenkins in San Francisco hatte daraufhin den Prozessbeginn für Februar 2009 festgelegt.

Während Oracle seine Klage seither sukzessive erweiterte – zuletzt griff der US-Konzern den SAP-Vorstand um Henning Kagermann direkt an –, versuchte der deutsche Software-Anbieter bisher vergeblich, sich von TomorrowNow zu trennen. Nachdem SAP keinen Käufer für die Tochtergesellschaft finden konnte, soll das Unternehmen noch in diesem Monat geschlossen werden. Für den 20. Oktober ist außerdem eine neue Gesprächsrunde der beiden Kontrahenten vor Gericht geplant.

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