Bewegung im Streit zwischen SAP und Oracle
Der Richter im Verfahren um die Industriespionage-Vorwürfe gegen SAP fordert vom Kläger Oracle, bis zum 13. Februar 2009 eine konkrete Geldforderung an SAP zu stellen. Die Walldorfer haben dann bis zum 18. Februar Zeit, eine Gegenofferte abzugeben.
In den Rechtsstreit wegen Industriespionage zwischen den verfeindeten Softwarekonzernen SAP und Oracle kommt Bewegung. Der kalifornische Richter Joseph Spero fordert vom US-Konzern Oracle bis zum 13. Februar 2009 eine konkrete Geldforderung an SAP zu stellen. Die Walldorfer haben dann bis zum 18. Februar Zeit, eine Gegenofferte abzugeben. Zwei Tage später sollen die beiden Kontrahenten eine gemeinsame Stellungnahme an das Gericht schicken. Für den 23. Februar setzte Spero eine Einigungskonferenz an.
Oracle wirft SAP vor, über die amerikanische Tochter TomorrowNow mehrfach verbotenerweise für Kunden bestimmte Oracle-Daten heruntergeladen zu haben. Die SAP-Tochter bot Service für Kunden von Software-Firmen an, die von Oracle aufgekauft wurden. Der US-Konzern klagt auf Schadenersatz von bis zu einer Milliarde Dollar.
Vergangene Woche hatte SAP beantragt, den Rechtsstreit mit Oracle einzudämmen. Einige der Punkte in der Klageerweiterung von Oracle vom 8. Oktober seien nach US-Recht nicht anwendbar. Oracle habe versucht, die Klage so komplex wie möglich zu gestalten und dabei Vorwürfe eingebracht, die vor einem US-Gericht nicht verhandelt werden können.
SAP hatte den unerlaubten Zugang zu Oracle-Datenbanken eingeräumt, stritt aber den Vorwurf von Industriespionage ab. Oracle bezifferte den Schaden auf möglicherweise mehr als eine Milliarde Dollar. Im Juli hatte SAP die Schließung der Tochter bis zum 31. Oktober angekündigt. Der Rechtsstreit zwischen den beiden Konkurrenten wird vor einem Bezirksgericht San Francisco geführt.
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(dpa) / (jk)