Das X3-Coupé

Der BMW X4 ist ein besser ausgestatteter X3 in Coupéform. Bis zur B-Säule ist er gleich, der optische Effekt ist gleichwohl groß: Man wird ihn mit dem X6 verwechseln. Auftritt und Ausstattung lassen vermuten: Nur für Europa hat man ihn wohl nicht gebaut

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Der neue X4: Der kleine Bruder des X6 kommt im Sommer 2014 auf den Markt
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München, 6. März 2014 – Nein, der BMW X4 steht nicht auf dem Genfer Salon, er wird erst auf der Automesse in New York (18. bis 27. April 2014) gezeigt. Vielleicht sucht er gar nicht so sehr weitere Nische im verstopften europäischen Automarkt, sondern will vor allem die Wünsche asiatischer und amerikanischer Kunden befriedigen. Dass man dann auch einige Exemplare auf heimischen Märkten absetzen wird, wird BMW zwar mehr bringen als eine Belebung des Straßenbilds. Aber nur für Europa hätte man ihn wohl nicht gebaut.

Der X4 ist gewissermaßen die Coupé-Version des X3. Bis zur B-Säule ist er gleich, der Effekt ist aber groß: Man wird ihn mit dem X6 verwechseln. Die Karosserie des X3-Coupés ist knapp vier Zentimeter niedriger und die Frontpassagiere sitzen etwa zwei Zentimeter tiefer. Logisch, sonst würde es überm Scheitel zu knapp. Während der X6 ein Viersitzer ist, hat die X4-Rückbank Sitzwangen wie bei zwei Einzelsitzen, bietet aber drei Passagieren Platz.

Das X3-Coupé (28 Bilder)

Das X3-Coupé kommt im Sommer 2014 auf den Markt.

Das Kofferraumvolumen ist mit 500 bis 1400 Liter kleiner als beim X3, immerhin lässt sich die Rücksitzlehne serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 geteilt umklappen. Ebenfalls Standard ist die elektrifiziert öffnende Heckklappe. Auf Wunsch öffnet sie sich auch per Fußgeste unter der Stoßstange.

Drei Otto- und drei Dieselmotoren mit den bekannten Bezeichnungen 20i, 28i, 35i sowie 20d, 30d und 35d, alle aufgeladen, leisten 184 bis 313 PS. Um der Euro-6-Abgasnorm gerecht zu werden, benötigen die Sechszylinder-Diesel das Harnstoff-Additiv Adblue. Alle Motoren werden mit Allradantrieb kombiniert, ein sDrive18d und sDrive20i wie beim X3 sind nicht geplant. Der Basisbenziner ist der aus der 3er- und 5er-Reihe bekannte Vierzylinder mit 184 PS. Der neuere Vierzylinder mit 192 PS, der im Mini Cooper S schon eingebaut ist, wird vermutlich später folgen - Käufer der ersten Stunde müssen mit der älteren Version leben.

Der xDrive35i mit dem bekannten 306-PS-Sechszylinder benötigt auf 100 km/h 5,5 Sekunden, der X4 xDrive35d mit 313 PS soll den Normsprint in 5,2 Sekunden absolvieren. Sein Verbrauch im NEFZ liegt mit 6,0 Liter gegenüber 8,3 Liter deutlich niedriger. Am sparsamsten ist der xDrive20d mit 5,2 Litern im NEFZ. Diese 190-PS-Version ist die einzige, die es auch mit manueller Sechsgang-Schaltung gibt, die anderen Motoren werden stets mit Achtstufen-Wandlerautomatik kombiniert.

Das EfficientDynamics-Sparpaket umfasst wie üblich eine Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung sowie bedarfsgesteuerten Nebenaggregate. Alle Varianten mit Achtgang-Steptronic bekommen eine Segel-Funktion, bei der während der Fahrt der Motor abgestellt wird. Zusätzliches Einsparpotenzial bietet der Vorausschauassistent, der etwa vor Ortseinfahrten oder vor Tempolimits das Gaswegnehmen empfiehlt. Diese Funktion "weiß" auch, wann Segeln energetisch günstiger ist als Rekuperieren.