Keine Dreizylinder für große Mercedes-Limousinen
Mercedes-Benz wird seine Dreizylinder-Motoren nicht in Modellen ab der E-Klasse aufwärts einbauen. Das sagte Bernhard Heil, Leiter der Motorenentwicklung, am Rande des Genfer Autosalons der britischen Autozeitschrift Autocar
(Bild: Daimler AG)
Mercedes-Benz wird seine Dreizylinder-Motoren nicht in Modellen ab der E-Klasse aufwärts einbauen. Das sagte Bernhard Heil, Leiter der Motorenentwicklung, am Rande des Genfer Autosalons (bis 16. März) der britischen Autozeitschrift Autocar.
Heil sagte, dass gerade im unteren Drehzahlbereich, in dem die Motoren das größte Effizienzpotenzial bieten, die Vibrationen und die Geräuschentwicklung nicht zu den großen Limousinen passen würden. Denn Mercedes versuche ja gerade, diese Effizienz durch die Strategie des so genannten „Downspeeding“ der Motoren bei hoher Drehmomentabgabe zu nutzen.
Um die Laufkultur auf ein akzeptables Niveau zu bringen, müssten neben Ausgleichswellen so viele Maßnahmen getroffen werden, dass die Vorteile des Dreizylinders größtenteils auf der Strecke blieben, sagte der Motorenentwickler.
(Bild: Daimler AG)
Stattdessen wird die Daimler AG möglicherweise eine neue Dieselmotoren-Familie unterhalb des mit etwa 70 Prozent in der Modellpalette (bei Hinterradantrieb) weit verbreiteten Vierzylinder-Diesels mit 2,1 Liter Hubraum (OM651) einziehen. Über mögliche Hubraumgrößen äußerte sich der Entwicklungschef aber nicht.
Zu den Dreizylindern sagte Heil, dass sie trotz Ausgleichswelle und Quereinbau in A- und B-Klasse Platz für eine zusätzliche E-Maschine für künftige Hybridisierungen bieten würden. (fpi)