Zwischending
Kunden, die an Rennen teilnehmen wollen, bedient KTM mit einem Zwischending aus Serienmotorrad und Werksmaschine mit vielen teuren Teilen der Werksrenner. Eines davon hat KTM jetzt in Form der 450 Rally Replica vorgestellt
- Ingo Gach
Köln, 31. März 2014 – Das Motto „Win on Sunday, sell on Monday“ hat KTM mittlerweile im Geländesport perfektioniert. Die österreichische Marke sammelt nationale und internationale Titel im Motocross, Enduro, Rallye und inzwischen auch Straßenrennsport wie andere Leute Briefmarken. KTM investiert sehr viel Geld in die Entwicklung der Werksmotorräder, erwartet dafür natürlich monetären Rückfluss durch gesteigerten Verkauf der Serienmotorräder. Zwischen den Serienmotorrädern und den Werksmaschinen gibt es aber noch ein Zwischending, so eine Art „Fast-Werksmotorräder“. Sie verfügen über viele teure Teile der Werksmaschinen und sind für Kunden gedacht, die an Rennen teilnehmen wollen. Eines davon hat KTM jetzt in Form der 450 Rally Replica vorgestellt.
Schon mit Sieger-Lorbeeren
Im Januar raste Marc Coma mit der neuen 450er-Werksmaschine zu seinem vierten Sieg bei der Rallye Dakar, für KTM war es der 13. Sieg in Folge bei der härtesten Marathon-Rallye der Welt. Als der Veranstalter 2011 ein Hubraumlimit für Motorräder von 450 Kubikzentimetern beschlossen hatte, war der Unmut in Mattighofen laut. Ihr 690er-Einzylinder lief über Jahre hinweg sehr zuverlässig und war fast unschlagbar.
Zwischending (7 Bilder)

(Bild: KTM (alle))
Doch aufgeben war für die Österreicher keine Option und die Konstrukteure in der Motorsportabteilung setzten sich an ihre Zeichentische. Zunächst half man sich noch damit aus, den schon existierenden 450er-Motor aus dem Motocross-Modell 450 SX-F mit doppelter Nockenwelle in den Rahmen der 690er-Rally-Maschine zu pflanzen. Das funktionierte erstaunlich gut, es war jedoch von Anfang an klar, dass es nur eine vorübergehende Lösung sein würde.
Intensiv ĂĽberarbeitet
Das neue Modell wurde nun schlanker und ergonomischer und bestand seine Feuertaufe auf der Rally Marokko im Oktober 2013. Der Rahmen ist schmaler und der Schwerpunkt wurde mit anderen Tanks und Kühler abgesenkt für ein besseres Handling. Gerald Kiska verpasste ihr ein neues Design mit einem schlanken „Roadbook-Tower“ und eine transparente Scheibe, um eine bessere Sicht auf das Vorderrad zu gewährleisten. Für den Piloten ist natürlich seine Sitzposition besonders wichtig, deshalb zeigt sich auch diese ergonomisch optimiert.