Wie der Blitz
Der amerikanische Hersteller Lightning gibt bekannt, dass seine LS-218 das schnellste E-Motorrad der Welt sei, nachdem es 215 Meilen pro Stunde, etwa 344 km/h auf dem Salzsee von Bonneville/Utah erreicht hat. Die Serienversion kann ab sofort bestellt werden
San Carlos/USA, 20. Mai 2014 – Der amerikanische Hersteller Lightning gibt bekannt, dass seine elektrisch angetriebene LS-218 das schnellste E-Motorrad der Welt sei, nachdem es 215 Meilen pro Stunde, etwa 344 km/h auf dem Salzsee von Bonneville/Utah erreicht hat. Noch vor knapp drei Monaten hat den Titel "schnellstes Serien-E-Bike" die ebenfalls amerikanische Brammo Empulse R für sich beansprucht.
Der E-Motor des 225 Kilo schweren Zweirads bringt es auf über 200 PS und 228 Nm maximales Drehmoment. Je nach Batteriegröße – erhältlich sind Versionen mit 12 kWh, 15 kWh oder 20 kWh – soll die Lighting LS-218 auf eine Reichweite zwischen 160 Kilometer und 260 Kilometer kommen. An einer Schnelllade-Station soll der Energiespeicher binnen 30 Minuten wieder voll sein.
Wie der Blitz (4 Bilder)

(Bild: Lighting)
E-Superbikes sind eine Spezialität der Amerikaner
Die Serienversion kann ab sofort bestellt werden und soll nach dem Start in den USA auch auf den deutschen Markt kommen. Der Preis für die Elektro-Rennmaschine beträgt ab 38.888 Dollar (28.400 Euro). Bei einer Vorbestellung muss der Käufer 10.000 Dollar (7300 Euro) anzahlen.
Seit 2006 baut Lighting elektrisch angetriebene Zweiräder, aber auch elektrisch angetriebene Busse, Hybrid-Pkw, elektrisch angetriebene ATVs und einiges mehr. Wettbewerber Brammo aus Talent in Oregon kann zwar nicht auf einen Sieg beim berühmten Pikes-Peak-Bergrennen oder den Höchstgeschwindigkeitsrekord verweisen. Dafür hat die Firma aber bereits eine europäischen Vertriebsorganisation und einen deutschen Ansprechpartner. Auch der seit 2004 aktive amerikanische Anbieter Zero hat bei der Vermarktung einen klaren Vorsprung vor Lightning.
Amerikanische Hersteller setzten sich in den letzten Jahren mit elektrischen Motorräder im allgemeinen und Superbikes im Speziellen an die Spitze der Entwicklung. Zwar schickt BMW seit kurzem einen elektrisch angetriebenen Motorroller auf die Straße, und auch KTM hat Zweiräder mit E-Motor statt Verbrenner. Sportliche Straßenmotorräder mit Elektroantrieb bieten diese Hersteller jedoch nicht an. Auch die lange Jahre dominierenden Japaner haben sich auf zwei Rädern nicht elektrisieren lassen.
(mid) (fpi)