Gut zentriert

BMW präsentierte auf der legendären Oldtimer-Show Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2014 am Comer See neben dem Mini Supperleggare noch eine zweite Weltpremiere: Die BMW Concept Roadster aus dem Hause BMW Motorrad

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Alles, bloĂź nicht langweilig
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Von
  • Ronald Partsch

Cernobbio/München, 26. Mai 2014 – BMW präsentierte auf der mondänen Oldtimer-Show Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2014 am Comer See neben dem Mini Supperleggera noch eine zweite Weltpremiere: Aus dem Hause BMW Motorrad, die BMW Concept Roadster.

Mit ihrem Zweizylinder-Boxermotor, Einarmschwinge mit Kardanantrieb und einem Gitterrohrrahmen bleibt sie eine typische BMW Roadster und fĂĽhrt den markanten Charakter der aktuellen R NineT weiter. Der Zweizylinder-Boxer leistet in der neuesten Generation 92 kW (125 PS) bei 7750/min aus 1170 Kubikzentimetern und besitzt ein maximales Drehmoment von 125 Nm bei 6500/min.

Gut zentriert (10 Bilder)

Die künftige BMW Roadster soll fahraktive und designanfällige Biker gleichermaßen neugierig machen.
(Bild: BMW (alle))

Die Studie greift auf ein bewährtes Designprinzip zurück nach dem man sich auf der sicheren Seite befindet, solange nur die Funktion die Form bestimmt. Der Motor, gleichzeitig Kraft- wie akustisches Zentrum jedes Bikes, ist laut BMW in der Studie zudem auch bewusst als optisches Zentrum angelegt. Ehrensache für ein Design-Objekt, wenn Form und Funktion so zusammenfallen. Allerdings wurde noch etwas nachgeschärft.

Durch die LED-Technologie im Scheinwerfer ist die Frontmaske in der Seitenansicht besonders flach, mattierte Lichtbänke formen das „Gesicht“. Das an der Maske befestigte Kombi-Instrument führt diese Schlankheit fort. An den Tank schließt sich ein weiteres Design-Merkmal an: die steile Heckpartie. Die selbsttragende Struktur aus blankgefrästem Aluminium ist aus einem Stück gearbeitet und lässt das Heck zierlich erscheinen.

Gesteigert wird diese Anmutung durch den unter dem Motor liegenden Schalldämpfer und das am Rahmendreieck hinten steil nach oben gezogenen Endrohr, denn diese optischen Tricks lassen die Schwinge inklusive des eigentlich recht massiven Endantriebs geradezu obszön filigran wirken. Mit Stolz schwärmt Ola Stenegard, Leiter Fahrzeug Design von BMW Motorrad: „Die BMW Concept Roadster ist aufregend anzusehen und mindestens genauso aufregend zu fahren.“ Ein weiteres interessantes Stilmittel sind die bewusst nicht geschliffenen Schweißnähte am Auspuff, an denen das Edelstahlmaterial bläulich/bräunlich angelaufen ist. Das gibt dem Motorrad einen leichten Garagen-Charme, der in krudem Kontrast zu den futuristischen Ausführungen an der Frontmaske mit ihren alienhaften Anmutungen steht.

Leider wird das Bike so nicht in Serie gehen. Es soll vielmehr Appetit anregen und mögliche Designelemente künftiger BMW-Motorräder aufzeigen. ()