SĂ€nfte mit Charakter

Vor etwa 25 Jahren, am 23. Mai 1989, prĂ€sentierte CitroĂ«n die extravagant gestylte Oberklasse-Limousine XM, die nicht nur beim Fahrkomfort MaßstĂ€be setzte. CitroĂ«ns Spitzenmodell glĂ€nzte auch mit neuer Fahrwerks-Technologie

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SĂ€nfte mit Charakter
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Von
  • Ronald Partsch
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Köln, 30. Mai 2014 – Ende Mai 1989 prĂ€sentierte CitroĂ«n die extravagant gestylte Oberklasse-Limousine XM, die beim Fahrkomfort MaßstĂ€be setzte. CitroĂ«ns Spitzenmodell hob sich nicht nur durch die LinienfĂŒhrung der Gestalter des Design-Studios Bertone ab, es glĂ€nzte auch mit technischen Finessen.

Der XM kam mit einem neuartigen „Hydractive-Fahrwerk“, einer Weiterentwicklung der Hydropneumatik aus dem VorgĂ€ngermodell CX und der noch bekannteren DS. Beim XM konnten sowohl die Feder- als auch die DĂ€mpferrate verĂ€ndert und an die Fahrsituation angepasst werden. FĂŒnf Sensoren an Lenkung, Gas, Bremse, Geschwindigkeitsmesser und Karosseriestabilisatoren gaben dabei ihre Messwerte an die fĂŒrs Fahrwerk zustĂ€ndige Elektronik weiter.

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Der CitroĂ«n XM entstand im Bertone Styling-Center. Es ist nicht bestĂ€tigt, ob Firmenchef Giuseppe „Nuccio“ Bertone selbst Hand angelegt hat.
(Bild: Citroën (alle))

Das gefiel auch der Autopresse. Schon kurz nach seiner PrĂ€sentation wurde der CitroĂ«n XM mehrfach ausgezeichnet – so wurde er zum „Auto des Jahres 1990“ gewĂ€hlt und konnte darĂŒber hinaus vierzehn nationale und internationale Preise gewinnen.

Von Mai 1989 bis Juli 1994 lief die erste Serie (Y3) vom Band, die von August 1994 bis Juni 2000 produzierte zweite Serie (Y4) unterschied sich Ă€ußerlich lediglich durch das mittig angebrachte Markenemblem sowie einen geĂ€nderten Heckspoiler. In den ersten Jahren konnte man den CitroĂ«n XM lediglich als SchrĂ€ghecklimousine erstehen. Erst ab November 1991 ergĂ€nzte die Kombiversion XM Break mit ungewöhnlich großem Stauraum das Angebot. Die Karosserie des Break maß 25 Zentimeter mehr an LĂ€nge (GesamtlĂ€nge 4963 Millimeter) bei nicht verĂ€ndertem Radstand.

Bereits nach drei Jahren prĂ€sentierte CitroĂ«n laufend Sonderserien, denn Probleme mit elektronischen Baugruppen ließen die Verkaufszahlen ab 1992 stark einbrechen. Die Sondermodelle hießen Onyx (1993), Prestige (1994) und Harmonie (1996). Die luxuriösen Versionen hießen „Pallas“ (1993) und „Exclusive“ – letztere unter anderem mit Lederpolster, afrikanischem Rosenholz und vollautomatischer Klimaanlage.