Kraftkombinationswagen
FĂĽr die Nonkonformisten unter den Leistungshungrigen baut Mercedes das E 63 AMG T-Modell und Audi einen RS 6 Avant. FĂĽr die Individualisten unter den Nonkonformisten und ebenfalls runde 100.000 Euro baut Jaguar nun den XFR-S Sportbrake
Nürburg, 3. Juni 2014 – Für die Nonkonformisten unter den Leistungshungrigen baut Mercedes das E 63 AMG T-Modell und Audi einen RS 6 Avant. Für die Individualisten unter den Nonkonformisten und ebenfalls etwas über 100.000 Euro baut Jaguar nun den XFR-S Sportbrake. Wir haben den kraftvollen Kombinationskraftwagen für diese mikroskopische Randgruppe ausprobiert.
Ab Juli 2014 kann man den Mittelklassekombi XF Sportbrake nicht mehr nur in verschiedenen Dieselversionen, sondern auch als XFR-S kaufen. Darin arbeitet ein Fünfliter-V8 mit Kompressor und 550 PS. Klar, dass sich bei der Beschleunigung durch 680 Nm von 2500 bis 5000 Touren selbst die zwei Tonnen Leergewicht ziemlich beschwingt anfühlen können.
Kraftkombinationswagen (25 Bilder)

Ab Juli 2014 ist der Jaguar XF Sportbrake auch in der Version XFR-S mit 550 PS erhältlich.
Wer in die Gangwahl der Achtgang-Wandlerautomatik eingreifen will, kann das per Schaltwippen tun. Der „S“-Modus hält den Gang, „M“ wie „manuell“ wäre hier die richtigere Bezeichnung. Im D-Modus, erreichbar über die Taste mit der Rennflagge, exekutiert das Getriebe umstandslos jeden Vortriebsbefehl in der passenden Stufe. Schön ist die Noblesse des Antriebs: Barbarisch ist zwar jederzeit der Vortrieb, aber niemals das unterschwellig aggressive Fauchen aus dem Auspuff.
Beschwingt aber nie barbarisch
Zum Beispiel beim Abbiegen aus dem Stand lässt sich ein Reifenquietschen nicht immer vermeiden. Anders als die deutsche Konkurrenz verzichtet Jaguar auf einen Allradantrieb, was wohl auch der Grund für den rund eine Sekunde länger dauernden Tempo-100-Sprint im Vergleich zum Audi und Mercedes sein dürfte. Bei Jaguar heißt es, der Entwicklungsaufwand für eine Anpassung der bereits existierenden AWD-Variante des XF wäre angesichts der zu erwartenden Stückzahlen zu groß. Man könnte sich auch vorstellen, dass eine etwa 3000 Euro teurere Allradvariante die deutsche Konkurrenz allzuweit hinter sich ließe. Ein Teil der aie angepeilten Märkte - darunter der Snow Belt im Nordosten der USA und die Schweiz - sind jedenfalls durchaus allradaffin.