Unter der Tarnkappe

Weil Opels Marketingabteilung an einer möglichst ausführlichen Berichterstattung über eins seiner wichtigsten Produkte so interessiert ist, ließ man uns mit dem Hauptwettbewerber von Ford Fiesta, Renault Clio und VW Polo fahren, bevor er im Oktober enthüllt wird

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Unter der Tarnkappe
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Von
  • Stefan Grundhoff
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München, 4. Juni 2014 – Ende des Jahres kommt die neue Corsa-Generation auf den Markt. Und weil Opels Marketingabteilung an einer möglichst ausführlichen Berichterstattung über eins seiner wichtigsten Produkte so interessiert ist, ließ man uns mit dem Hauptwettbewerber von Ford Fiesta, Renault Clio und VW Polo fahren, bevor er im Oktober enthüllt wird.

Die fünfte Generation des in Saragossa und Eisenach produzierten Corsa soll den Abstand zu den Segmentführern Ford Fiesta und VW Polo nicht nur verkürzen, sondern das deutsche Doppel mit frischem Design, zahlreichen Assistenzsystemen und neuen Motoren sogar überholen. Offizielle Weltpremiere des kleinen Opel ist im Oktober auf dem Pariser Autosalon. Der Druck ist groß. Jeder vierte Opel ist ein Corsa und so schlägt es spürbar ins Gewicht, dass die aktuelle Generation europaweit nur noch auf Platz fünf der Statistik liegt. Durchschnittlich entscheiden sich europaweit mehr als 370.000 Kunden für das ehemalige Rüsselsheimer Einsteigermodell, das mit dem Adam einen ebenso kleinen wie trendigen Bruder bekam, weil aus dem ehemaligen Kleinst- schon längst ein veritabler Kleinwagen geworden ist.

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Quo Vadis, Corsa? Die neue Generation wird wenig optische, aber viele technische Neuerungen bringen.

Das Aussehen des Corsa ist neu. Viele Details lassen sich unter der schwarz-weißen Tarnfolie noch nicht erkennen. Zumindest scheinen die Abmessungen mit rund vier Metern Länge nahezu gleich geblieben, wobei das Dach (bisherige Höhe 1,49 Meter) etwas flacher geworden scheint. Grundsätzliche Proportionen wurden beibehalten und mit Designdetails von Insignia, Astra und Adam angereichert. Wie bisher wird es den Opel Corsa E als Drei- und Fünftürer geben, wobei das Motorenspektrum von 75 bis an die 240 PS für die OPC-Version heranreichen dürfte. Derzeit laufen die letzten Abstimmungsfahrten und der leitende Entwicklungsingenieur Werner Jöris hat bis zum Serienanlauf im Herbst noch ein volles Programm: „Für uns hieß es Revolution statt Evolution. Wir wollen mit dem Corsa neue Standards im Innenraum setzen. Neben der Akustik geht es insbesondere um eine Freude am Fahren, die die Dreizylinder und das ebenfalls neu entwickelte Sechsgang-Getriebe vermitteln sollen.“

Unter der Haube des Prototypen arbeitet Opels modernste Entwicklung, ein ein Liter großer Dreizylinder mit Direkteinspritzung und Turboaufladung. Zunächst wird er in zwei Leistungsstufen von 66 kW / 90 und 85 kW / 115 PS angeboten, die jeweils 4,3 Liter Super verbrauchen sollen.