Bisschen Bentley
Mit dem VW T5 Multivan Business hat Volkswagen eine opulent ausgestattete Luxuslimousine im Van-Format im Programm. Dieser Transporter bietet sogar - man staune - ein bisschen Bentley. Wir haben das Fahrerlebnis in diesem Understatement-Auto probiert
- Wolfgang Gomoll
München, 27. Juni 2014 – Mit dem VW T5 Multivan Business hat Volkswagen eine opulent ausgestattete Luxuslimousine im Van-Format im Programm. Dieser Transporter bietet sogar – man staune – ein bisschen Bentley. Wir haben das Fahrerlebnis in diesem Understatement-Auto einmal ausprobiert.
Feines zweifarbiges Nappa Leder der superbequemen Sessel umschmeichelt den Körper. Sieht gut aus, fühlt sich auch so an. Kein Wunder: Das Gestühl stammt von der britischen Volkswagen-Edeltochter Bentley. Etwas schieben hier, ein bisschen drehen da, schon kann man es sich richtig gemütlich machen und lümmeln wie auf dem Sofa. Wem die Beinfreiheit nicht reicht, kann das Stühlepaar der zweiten Reihe komplett ausbauen. Oder besser ausbauen lassen, denn bei ihrem Gewicht sollte man vernünftigerweise die Möbelpacker kommen lassen.
Bisschen Bentley (8 Bilder)

(Bild: Volkswagen AG (alle))
Umräumen besser mit Möbelpackern
Die rollende Lounge bietet noch mehr Komfort. Zwischen den Sitzen befinden sich Applikationen aus ansehnlichem Wurzelholz, ein Alcantara-Fahrzeughimmel vollendet das Nobelgefühl. Eine Kühlbox temperiert auch Champagner anständig, die passenden Flöten sind passenderweise eine Etage tiefer verstaut. Auf den verschiebbaren Tischen lässt es sich angemessen dinieren oder mit dem Laptop E-Mails verfassen. Ein WLan-Hotspot garantiert, dass das elektronische Schriftstück auch ankommt. Für ein Heimkino-Erlebnis ist ebenfalls gesorgt, dazu klappt ein Zehn-Zoll-Monitor inklusive DVD-Player aus dem Dachhimmel.
Die direkte Kommunikation kommt nicht zu kurz: Damit sich die beiden Personen in der ersten Reihe auch bei erhöhtem Reisetempo mit den Fond-Passagieren unterhalten können, ohne sich anschreien zu müssen, haben die VW-Ingenieure das DVE-System ersonnen. DVE steht für „Digital Voice Enhancement“. Dabei zeichnen Mikrofone die Stimme des jeweils Sprechenden auf und die Lautsprecher reichen sie verstärkt an die Gesprächsteilnehmer weiter. Diese Erfindung zeigt, dass der Transporter trotz aller Dämmung noch nicht ganz auf dem akustischen Niveau einer echten Nobelkarosse angekommen ist - und natürlich auch, dass die Gesprächspartner selbstverständlich in größeren Entfernungen zueinander sitzen.